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Leverkusen
Frauenring: Buchhorn oder Richrath wird Stadtchef

Leverkusen: Frauenring: Buchhorn oder Richrath wird Stadtchef
Im Wildpark-Bistro bei der Podiumsdiskussion des Frauenrings dabei v.l.): Manuela Krewitt-Hermann, Reinhard Buchhorn, Antonia Reichwein, Uwe Richrath und Elisabeth Strauss. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Am 13. September wählt die Stadt Leverkusen einen Oberbürgermeister - unter den Wählern sind viele Frauen. Aus diesem Grund hatte der Leverkusener Frauenring im Bistro Wildpark Reuschenberg zur Podiumsdiskussion eingeladen. Von Tobias Falke

Mit dabei waren Amtsinhaber Reinhard Buchhorn sowie Herausforderer Uwe Richrath. "Um ein intensiveres Gespräch zu ermöglichen, haben wir uns für die beiden aussichtsreichsten Kandidaten entschieden", erklärte Manuela Krewitt-Herrmann, Vorstandsvorsitzende des Frauenrings.

Gleich in der Einstiegsfrage wollte der Frauenring wissen, was denn aus Sicht der beiden Kontrahenten für die Frauen in Leverkusen besonders wichtig sei. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn eröffnete: "Ich glaube, dass wir besonders bei den Alleinerziehenden etwas tun müssen. In Leverkusen sind rund 2800 Frauen davon betroffen. Sie müssen das Muttersein und den Beruf unter einen Hut bekommen. Und da müssen wir etwas verbessern, wie zum Beispiel alleinerziehenden Müttern eine Existenz ohne den Bezug von Hartz IV zu ermöglichen". Uwe Richrath hingegen erinnerte sich an seine Schulzeit zurück und stellte klar: "Damals gab es keinen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen. Erst nach der Ausbildung wird heutzutage die Schere auseinandergezogen. Ich bin deshalb für mehr Chancengleichheit. Es muss die Qualität entscheiden und nicht eine Quote." Buchhorn ergänzte: "Als ich vor knapp sechs Jahren als Oberbürgermeister angefangen habe, waren rund 30 Prozent Frauen in der Führungsebene. Jetzt sind es 50.

Andrea Deppe ist die erste Dezernentin in Leverkusen, das gab es zuvor auch noch nie. Wie sie sehen, arbeiten wir an diesem Thema bereits seit Jahren. Wir sind auf dem richtigen Weg. Glauben Sie mir, wir stellen momentan mehr junge Damen ein, als junge Männer. Weil sie besser sind! Momentan sind die Männer erst so mit 27 Jahren gut belastbar." Des Weiteren ging es um den Bau eines Edeka in Bergisch Neukirchen. Eine Besucherin fühlte sich von der Stadt alleine gelassen, da die Bürgerbewegung "Wir für Leverkusen" den Bau stoppen will. Beide Kandidaten versicherten, dass der Supermarkt kommen wird. "Ich bin selbst im Bauausschuss und ich will den Markt haben", bekräftigte Richrath. Ein weiteres heikles Thema waren erneut die Großplakate der Bordelle. Auch hier waren sich beide Kontrahenten einig, dass sie diese Werbung einfach verbieten würden, wenn es nach ihnen ginge. "Aber wir haben keine Handhabe dagegen. Die Technischen Betriebe lassen das zu. Es ist für die TBL eine wirtschaftliche Frage", erklärte Buchhorn. Der Frauenring war von der Resonanz bei der Veranstaltung begeistert. "Dass hier so viele Personen kommen, hätte ich nicht gedacht. Ich hatte mir gewünscht, dass rund 40 Personen kommen, jetzt waren es rund 60, die sich hier auch rege beteiligt haben", lautete das Fazit von Manuela Krewitt-Herrmann.

Quelle: RP
 
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