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Leverkusen
Hunde hetzen Reh und beißen es zu Tode

Leverkusen. Auf einer Wiese in der Nähe vom Scheuerhof wurden Spaziergänger Zeugen einer blutigen und qualvollen Tat, als sich zwei große Hütehunde auf ein Reh stürzten, es jagten und so oft bissen, bis es qualvoll verendete. Der Hundehalter hatte seine Vierbeiner nicht angeleint.

Die beiden Jagdpächter Dieter Siebers und Heinz Lenninghausen, verurteilen den Vorfall scharf: "Das Tier war hinterher so voller Blutergüsse, es muss eine enorme Qual erlitten haben", sagte Lenninghausen. Ein herbeigerufener Jäger mit Ausübungsberechtigung, der das Reh von seinen Qualen Erlösen wollte, kam zu spät. Das Tier verendete bei seiner Ankunft. "Es ist nicht so schön bei lebendigen Leib so zerbissen zu werden", äußerte Siebers.

Beide sind jagdausübungsberechtigt im Revier "Witzhelden 2" und wissen, dass solche Vorfälle durchaus häufiger vorkommen, auch wenn sie nicht immer entdeckt werden: "Dass ein Hund einer solchen Größe ein Reh reißt passiert nur, weil der Hund nicht angeleint ist", sagt Siebers und betont, dass die Jagdwilderei eine Straftat ist. Angeklagten droht bei Verurteilung nach Paragraf 292 des Strafgesetzbuches entweder eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Auch dem Hundehalter der beiden Hütehunde droht eine solche Strafe. Seine Personalien wurden aufgenommen, der Fall zur Anzeige gebracht.

"Wir wollen darauf aufmerksam machen, damit sich die Fälle nicht häufen", begründen Lenninghausen und Siebers ihren Aufruf an Hundehalter ihre Vierbeiner ordnungsgemäß anzuleinen.

(seg)
 
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