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Leverkusen
Jäger warnen: Vorsicht vor Wildtieren auf den Straßen

Leverkusen. Rehe, Hirsche und Wildschweine - verirren sich manchmal auf die Fahrbahn. Zu Beginn der dunklen Jahreszeit häufen sich die Unfälle mit den Tieren. Gerade in Waldgebieten stellen Wildunfälle eine ernstzunehmende Gefahr da, sowohl für das Wild als auch für die Autofahrer.

"Bereits bei einem Zusammenstoß mit Tempo 60 wirken Kräfte von fünf Tonnen auf das Fahrzeug - so viel wie ein ausgewachsener Elefant wiegt",sagt Peter Flunkert vom Hegering Overath. "Schwere Sachschäden, oft leider mit Verletzten, sind dann unausweichlich. Und für das Wild ist der Zusammenstoß ohnehin meist tödlich." Gerade die Unfälle mit Hirschen können aber auch für den Fahren und die Insassen zur Todesfalle werden. "Ausgewachsene Hirsche wiegen manchmal knapp 200 Kilo - und sie haben lange Beine. Bei einer Kollision werden sie direkt über die Motorhaube in die Windschutzscheibe geschleudert", betont Jäger Flunkert.

Er rät allen Autofahrern im Kreis, besonders im Wald das Tempo zu reduzieren. An langjährig bekannten Gefahrenstellen weisen die Verkehrszeichen "Wildwechsel" auf die Tiere hin. Wenn ein Tier auf der Straße steht, sollte man scharf abbremsen und die Spur halten. Wenn möglich abblenden, denn ein geblendetes Tier ist orientierungslos und bleibt einfach stehen. Außerdem sind die Tiere selten allein unterwegs: Wenn ein Wildtier die Straße quert, kommen fast immer weitere Tiere hinterher. Vom Ausweichen rät der Jäger ausdrücklich ab. Die seien zwar eine verständliche Reaktion, würden aber die Gefahr steigern. Besser sei es, mit einem Reh zusammenzustoßen, als vor einen Baum zu fahren - oder in den Gegenverkehr zu kommen.

(juz)
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