| 17.01 Uhr

Chemikalien in Wohnung entdeckt
Polizei spricht von "brisantem" Fund

Leverkusen:  Chemikalien in Wohnung entdeckt - Polizei nennt Fund brisant
Hier stieß die Polizei auf die Chemikalien. FOTO: Heinz-Friedrich Hoffmann
Leverkusen. Die Chemikalien, die Polizisten per Zufall am Dienstagmorgen in einer Wiesdorfer Wohnung entdeckten sind identifiziert.

Mit einem Chemiker der Werksfeuerwehr des Chemparks und Spezialisten der Tatortgruppe Sprengstoff/Brand haben Kripobeamte die Stoffe bewertet. So waren etwa eineinhalb Kilogramm chemischer Stoffmischungen als gefährlich zu bewerten. Außerdem stellten die Fachleute rund 40 Gramm einer Mischsubstanz sicher, "die sogar als brisant eingestuft werden musste", meldet die Polizei.

In der Wohnung eines 44-Jährigen hatte die Polizei am Dienstag die Chemikalien gefunden.

Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) haben die Gefahrstoffe noch am Dienstagnachmittag "unter aufwändigen Sicherungsmaßnahmen" auf ein Firmengelände gebracht und machten die Stoffe unschädlich.

Und die Polizei fand noch mehr in dem Haus des 44-Jährigen in Wiesdorf: Die Beamten beschlagnahmten rund ein Kilogramm einer kristallinen Chemikalie, "bei der es sich nach ersten Tests um Betäubungsmittel handeln soll", sagt die Polizei. Das Ergebnis der abschließenden Analyse stehe allerdings noch aus.

Der polizeibekannte 44-Jährige muss sich jetzt nicht nur wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, sondern auch gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Der Mann war am Dienstag zunächst von einem Amtsarzt untersucht worden, der der ihn dann an einen Facharzt überstellte. Nach Informationen unserer Redaktion soll es sich dabei um einen Mediziner aus einer psychiatrischen Landesklinik handeln.

(LH)
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