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Leverkusen
Nachbarschaftshilfe beklagt häufige Randale im Friedenspark Rheindorf

Leverkusen. Die "Kleinigkeit" von 28 Tagesordnungspunkten hatte sich die Bezirksvertretung I am Montagabend vorgenommen. Vorgezogen wurden aber alle Anträge, die von Bürgern gestellt worden waren und die sich teilweise auch dazu äußern wollten. Die mitgebrachten Kleinkinder hätten wohl auch kaum länger im Saal ausgehalten. Von Gundhild Tillmanns

Ruhestörungen im Bereich der Nachbarschaftshilfe in Rheindorf Im sogenannten Friedenspark in Rheindorf scheint es mitunter alles andere als friedlich zuzugehen: Diesen Eindruck vermittelte eine Sprecherin der Nachbarschaftshilfe Rheindorf der Bezirksvertretung I. Da Tor und Zaun am Gelände der Nachbarschaftshilfe mutwillig zerstört worden seien, habe sich das Grundstück zu einem Treffpunkt für eine "gewisse Szene" entwickelt, die dort "exzessiv Alkohol vernichte", sprang Bürgerlisten-Chef Erhard Schoofs der Frau argumentativ in die Bresche. Auch Rüdiger Scholz (CDU) klagte über die Zustände im Friedenspark und in dessen Umgebung: Er ermunterte die Anwohner, bei Ruhestörung und Vandalismus sofort die Polizei unter der 110 anzurufen: "Denn wenn es keine Anrufe gibt, dann heißt es, dort gebe es keine Probleme", verdeutlichte er und forderte ein Gesamtkonzept für Rheindorf. Die Stadtverwaltung müsse sich Gedanken machen. Zunächst soll jetzt das Grundstück der Nachbarschaftshilfe durch ein neues Tor und einen Zaun gesichert werden.

Geschwindigkeitsüberschreitung in der Heymannstraße Laut eines Bürgerantrages sind in jüngster Zeit vermehrt Familien mit Kindern an die Heymannstraße gezogen. Deshalb haben die Eltern ein vitales Interesse daran, dass die dort angeordneten 30 km/h von den Kraftfahrern auch eingehalten werden. Nach dem Beschluss der Bezirksvertretung I sollen dort nun erneut mobile Geschwindigkeitsmessungen stattfinden und nach einem halben Jahr soll bilanziert werden, ob weiterhin mehr als 65 Prozent der Autofahrer die 30 km/h überschreiten. Warnschilder sollen aber bereits angebracht werden. Die Frage einer Straßenverengung wurde vertagt.

Absperrung Stichstraßen "Zur Alten Brauerei" während des Karnevalszuges Die Anwohner der beiden Stichstraßen trauten sich nicht mehr, den Karnevalszug anzuschauen, weil die auf ihre Häuser aufpassen müssten. Jugendliche Randalierer und Wildpinkler seien die unschönen Begleiterscheinungen in ihrem Wohngebiet bei jedem Karnevalszug, schilderte eine Anwohnerin der Bezirksvertretung das Übel. Es sei sogar schon eine Haustüre eingetreten worden, die Gärten und die Straße seien voller Pinkel-Rinnsale. Obwohl die Polizei mit Hundertschaften vor Ort sei, bekomme sie die Missstände nicht in den Griff, beklagte die Bürgerin. Einstimmig beschloss die Bezirksvertretung die Sperrung der Stichstraßen und plädierte dafür, dass Polizei und Ordnungsamt gegen das Wildpinkeln mit Bußgeldern einschreiten.

Quelle: RP
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