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Leverkusen
Neun WGL-Häuser sind jetzt saniert

Leverkusen: Neun WGL-Häuser sind jetzt saniert
Oberbürgermeister Richrath, Günter Konschalla, Klaus-Ulrich Heimann, WGL-Geschäftsführer Wolfgang Mues stellten in Manfort jetzt die modernisierten Häuser vor. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Von 2007 bis 2016 dauerte die Modernisierung der Manforter Wohnsiedlung rund um die Häuser Bodelschwinghstraße 20-52 und Scharnhorststraße 42-50. Jetzt sind die Arbeiten beendet. Ein zehntes Haus soll abgerissen werden. Von Gabi Knops-Feiler

Nur das Piktogramm "Ballspielen verboten" muss noch weg. Alles andere ist neu und soll während der nächsten Jahre auch so bleiben. Ohnehin betrifft dieses Verbot nur Jugendliche, denn Kinder dürfen auf Wiese in der Wohnsiedlung rund um die Häuser Bodelschwinghstraße 20-52 und Scharnhorststraße 42-50 spielen.

"Da war jemand übereifrig", erzählte Klaus-Ulrich Heimann, Marketingleiter der Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL), als er gestern mit Geschäftsführer Wolfgang Mues, Oberbürgermeister Uwe Richrath sowie Abteilungsleiter Günter Kunschalla über die Modernisierungen von insgesamt neun Siedlungshäusern (Baujahr 1962) informierte.

Man habe sich die Instandhaltung und Modernisierung auch im Sinne einer behutsamen Quartierentwicklung auf die Fahne geschrieben, sagte Richrath in seiner Eigenschaft als WGL-Aufsichtsratsvorsitzender. Und diese Entwicklung werde weiter gehen. "Wir lassen Manfort nicht im Stich", versprach er.

Wüsste keiner, wie es früher dort aussah, könnte man denken, die Häuser wären neu gebaut. Doch die Arbeiten - unter anderem Innensanierung samt Einbau zentraler Heizungs- und Warmwasseranlagen, Erneuerung von Elektroinstallationen, sanitären Anlagen in Küchen und Bädern, energetische Sanierung von Gebäuden, Dämmung mit Anstrich der Fassaden und Einbau neuer Vorstellbalkone - an insgesamt 10.000 Quadratmetern dauerten ungleich länger als ein Neubau, nämlich von 2007 bis 2016.

Das auch deshalb, weil die Mieter während der Umbauphasen in ihren 174 Wohnungen bleiben, allenfalls einige Räume nicht im vollen Umfang nutzen konnten. "Es war teilweise anstrengend für die Mieter", räumte Mues ein. "Wir gehen immer behutsam vor."

Nachdem die Arbeiten im Inneren abgeschlossen waren, ging man zur Erneuerung der Außenanlagen über. Dazu gehörte die Errichtung neuer Spielplätze für kleinere Kinder - für die Großen gibt es den nahe gelegenen Bolzplatz -, barrierefreier Hauszugänge und von 30 Parkplätzen. Die Gestaltung der Außenanlagen habe man den Mietern überlassen, sagte Mues, denn man wisse, sie würden sich nicht nur mit ihrer Wohnung identifizieren, sondern auch mit dem Wohnumfeld. Theoretisch könnte die WGL sämtliche Investitionen mit elf Prozent auf die Mieter umlegen. Tatsächlich wurde die Mieter um rund sechs Prozent erhöht, berichtete Mues.

Ein zehntes Haus mit zwölf Wohnungen zu je 65 Quadratmetern wird übrigens aus wirtschaftlichen Gründen nicht modernisiert. Mittelfristig soll es abgerissen und neu aufgebaut werden, um die Grundstücksfläche besser auszunutzen. Wann, das steht noch nicht fest.

Quelle: RP
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