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Leverkusen
Nicht nur Schulen sind Orte zum Lernen

Leverkusen: Nicht nur Schulen sind Orte zum Lernen
Schuldezernent Marc Adomat ist nicht etwa amtsmüde, er besichtigte nur ein Schlafzimmer im Koloniemuseum,. FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen. Die Stadt legt eine Broschüre mit außerschulischen Lernorten auf: Das Koloniemuseum ist auch mit erfasst. Von Monika Klein

Die Stadt hat interessante außerschulische Lernorte für den Sachkunde- oder Kunstunterricht zu bieten. Aber viele Lehrer, zumal wenn sie außerhalb wohnen, wissen gar nicht, dass es zum Beispiel in Leverkusen eine alte Sensenschmiede gibt, in der Kinder den industriellen Einsatz von Feuer und Wasserkraft erleben können. Am bekanntesten sind wahrscheinlich noch die Angebote auf dem NaturGut Ophoven oder die Museumspädagogik im Museum Morsbroich. Das hat zumindest eine Umfrage an Schulen ergeben. Das war ein Grund, einen bebilderten Flyer in DIN A4-Format aufzulegen, in dem alle fünf Leverkusener Museen mit Kurzbeschreibungen vorgestellt werden.

"Bisher hat es keine Publikation dieser Art gegeben", sagte Schuldezernent Marc Adomat gestern bei der Präsentation des Flyers, der vom Bildungsbüro in Zusammenarbeit mit JS Deutschland entwickelt. Bei der Finanzierung haben die Spedition Niesen und die Spardabank geholfen. Die Agentur hat bereits ähnliche Informationen über Bolzplätze und Angebote im Gesundheitsbereich realisiert. Das Bildungsbüro, Schnitt- und Vermittlungsstelle zwischen Schulen und Bildungseinrichtungen oder -angeboten in der Stadt, hat die Faltblätter zunächst an die Leverkusener Schulen weitergegeben. Die sollte nun in jedem Lehrerzimmer vorhanden sein.

Um einen größeren Kreis zu erreichen, kann man die Broschüre künftig auch auf der städtischen Homepage durchblättern, beziehungsweise auf facebook einsehen. Die Schulen stöhnen unter der Mehrbelastung, die Inklusion oder Eingliederung von Flüchtlingen mitbringen, weiß Amrei Assent vom Kommunalen Bildungsbüro. Da bleibe wenig Kraft und Zeit, sich um außerschulische Lernorte zu bemühen.

Aber wenn sich Museumsbesuche erst etabliert hätten, würden sie Selbstläufer und oft zur Tradition. So schicken einige Schulen beispielsweise ihre Drittklässler als Ergänzung zum Schulunterricht ins Koloniemuseum, der einzigen Einrichtung, die ausschließlich von Ehrenamtlichen geführt wird. Christiane Grewer gehört zu diesem 15-köpfigen Team und versichert, dass man in der Regel die Wunschtermine der Schulen erfüllt.

Etwa zehn Vorschulgruppen und fünf bis sechs Schulklassen führt man jährlich durchs Haus. Es dürften ruhig mehr sein, wünschen sich die Mitarbeiter. Außerdem erhofft man sich durch größere Popularität, dass der ein oder andere Ehrenamtler hängenbleibt.

Luft nach oben gibt es auch in den praktisch pädagogischen Angeboten der anderen beschriebenen Häuser: Das gilt für das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer, das Kunst-Museum Morsbroich, das Haus der Stadtgeschichte Villa Römer und natürlich auch für das Kinder- und Jugendmuseum mit Namen Energiestadt auf dem Naturgut Ophoven.

Quelle: RP
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