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Leverkusen
Noch ein Kunstrasen für Lützenkirchen

Leverkusen. Gut 3,5 Millionen Euro sollen bis 2020 in die städtischen Sportstätten investiert werden. Neben Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten sorgt insbesondere in Quettingen eine geplante Maßnahme für große Vorfreude: Spätestens in vier Jahren soll der Sportplatz in ein Kunstrasenspielfeld umgewandelt werden. Von Roman Zilles

Der Umbau ist mit 800.000 Euro die größte aller von 2016 bis 2020 angedachten Investitionen im vierten Weißbuch der Leverkusener Sportstätten.

Von der Wartung der Lüftung bis zur Baumpflege fallen hier jährliche Kosten zwischen 163.400 und 180.800 Euro an. Ausnahme: 2017 sind gut 234.000 Euro eingeplant, weil die Erneuerung der Schrankenanlage (37.000 Euro) und Arbeiten an der Lüftungs- und Heizungsanlage (25.000 Euro) mit jeweils fünfstelligen Beträgen zu Buche schlagen.

Neben den laufenden Unterhaltungskosten von 12.500 Euro pro Jahr werden unter anderem der Boden von Lehrschwimmbecken (16.000 Euro, 2016) und Schwimmerbecken (50.000 Euro, 2018) sowie die Fassade erneuert (30.000 Euro, 2016). Weitere 105.000 Euro sollen 2020 der Einbau von Sammelumkleiden und neue Bodenfliesen kosten.

Neben den 39.500 Euro für jährlich anfallende Arbeiten sind keinerlei Maßnahmen geplant.

Weniger die jährlichen Pauschalen für Wartung (8000 Euro) und Instandhaltung (5000 Euro) als die energetisch angeratenen Erneuerungen von Fensterfassade und Außentüren schlagen hier finanziell zu Buche. Diese für 2019 geplante Maßnahme soll etwa 130.000 Euro kosten. Daneben sind kleinere Reparaturen, eine statische Untersuchung der Stahlbetonkonstruktion geplant - die schon vor Jahren ins Auge gefasste PCB-Sanierung dagegen nicht. Denn laut einer Messung im vorigen Jahr hätten die PCB-Gehalte in der Luft maximal 855 Nanogramm (= 885 Milliardstel Gramm) pro Kubikmeter Hallenluft betragen und damit deutlich unter dem so genannten Interventionswert von 3000 ng/m3 gelegen. Nach wie vor gelte, dass "kein Nutzer der Smidt-Arena irgendeiner gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt ist", heißt es dazu im Weißbuch.

Arbeiten an der Lichttechnik (10.000 Euro) und die Erneuerung der Heizkesselanlage (40.000 Euro) sind hier die größten Posten.

Sportplätze

Für Wartung, Instandhaltung und Reinigung sind pro Jahr 6000 Euro eingeplant.

Nachdem der BV Bergisch Neukirchen voriges Jahr einen Kunstrasen verlegen ließ, ist neben den jährlichen Fixkosten von 6500 Euro nur eine Grundsanierung von Kleinspielfeld und Bolzplatz (80.000 Euro) vorgesehen.

Nachdem Club- und Wohnhaus in diesem Jahr bereits an den städtischen Schmutzwasserkanal angeschlossen wurden (Kosten: 87.500 Euro) sind unter anderem die Erneuerung der Flachdach-Abdichtung des Wohnhauses (20.000 Euro, 2018) sowie der Austausch von Kunstrasen im Bereich der Torräume (13.000 Euro, 2017) geplant.

Auch hier sollen in zwei Jahren Teile des Kunstrasens in den Torräumen für 13.000 Euro erneuert werden.

Neue Eingangstüren für 8500 Euro, Arbeiten an der Elektroverteilung für 16.000 Euro und ein Schutzanstrich des Holz-Giebels für 2500 Euro - das sind hier die außergewöhnlichen Maßnahmen.

Der "Altbau" soll noch in diesem Jahr ein neues Dach (40.000 Euro) und in zwei Jahren eine neue Heizkesselanlage (9000 Euro) bekommen. Ebenfalls für dieses Jahr ist das Anlegen eines kleinen Kunstrasenspielsfelds im Hintertorbereich geplant. Das ist als Ausgleich gedacht für die Wiesenfläche, die wegen des Baus einer Containersiedlung für Flüchtlinge nicht mehr zur Verfügung steht.

Zwar soll hier ein Kunstrasenfeld entstehen. Allerdings sind Gutachter der Meinung, die Zuschaueranlagen seien überdimensioniert und die Laufbahn sei womöglich überflüssig. Sollte ein größerer Umbau der Anlage erfolgen, könnten sich die Kosten (von 800.000 Euro) auf 1,2 Million erhöhen.

Hier sind nur jährliche Fixkosten von 3000 Euro eingeplant.

Für eine Renovierung, bei der im nächsten Jahr unter anderem die komplette Deckschicht ausgetauscht und die Tore versetzt werden, sind 45.000 Euro vorgesehen. Für Wartung und Co. fallen hier 7000 Euro pro Jahr an.

Mehr als acht Jahre lang war die Anlage an den Sportbund verpachtet. Der habe aber trotz eines Zuschusses von 40.000 Euro pro Jahr in der Vergangenheit insgesamt 200.000 Euro aus eigenen Mitteln in die Opladener Anlage investiert. Wegen der finanziellen Belastungen gab der Sportbund zum 1. Januar 2016 sein Engagement weitgehend auf (er kümmert sich indes noch um die Belegung der Anlage), aber nun ist der Sportpark wieder verantwortlich. Von ihm sind dort etwa die Sanierungen der jeweils von Schließung bedrohten Weitsprunganlage (5000 Euro) und des Kunstrasenspielfelds (30.000 Euro) geplant. Zudem sind ein neuer Anstrich und Reparaturen des Terrassenhauses vorgesehen.

Beide Anlagen sind verpachtet an Vereine (SSV Alkenrath und BV Wiesdorf). Nach einer Begutachtung durch Sachverständige wird jeweils eine Schließung in Betracht gezogen. Gründe dafür sind an beiden Orten eine geringe Belegung und schlechter technischer Zustand.

Zudem fällt auf fast allen Sportplätzen bis 2020 einmal die Überprüfung der Flutlichtmasten an, die zwischen 1500 und 2500 Euro kostet.

Quelle: RP
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