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Leverkusen
Opladener Ärzte ziehen in die Bahnstadt

Leverkusen. Mehr Platz, mehr Parkraum - die Bahnstadt bietet offenbar das, was Ärzte und Patienten heute brauchen: Im Januar eröffnen eine Hautarzt- und eine Gynäkologiepraxis im neuen Ärztehaus an der Werkstättenstraße. Von Ina Bodenröder

Die älteste Frauenarztpraxis Opladens zieht um: Nach 55 Jahren in der Herzogstraße 11 wechseln die Gynäkologen Gerhart Schütt und Ulrike Herbst zum 27. Januar 2016 in das neue "Ärztehaus an der Campusbrücke" in der Neuen Bahnstadt Opladen. Schütt hatte die Praxis vor sieben Jahren vom Opladener Frauenarzt Gerhard Engelhardt übernommen und richtet sich nun mit seiner Kollegin in der Werkstättenstraße 20 ein.

Den beiden gleich tun es die Hautärzte Anke und Benedikt Hofmann mit ihrer Kollegin Merle Haust. Sie öffnen ihre neuen Praxisräume dort sogar schon zum 11. Januar, nachdem sie zuvor 16 Jahre lang in der Kölner Straße praktiziert hatten. Sowohl die Dermatologen als auch der Gynäkologe nennen die steigende Patientenzahl und die gestiegenen Ansprüche der Kunden an technische Ausstattung und Betreuung als Gründe für den Umzug. "Die Art des Arbeitens hat sich einfach im Laufe der Jahre geändert", sagt Benedikt Hofmann. Statt eines Operationsraumes stehen den Hautärzten künftig zwei zur Verfügung, in denen seine Frau, Merle Haust und er beispielsweise Hautkrebs behandeln können.

Außerdem bringen sie auf den künftig 350 Quadratmetern Praxisfläche sechs verschiedene Lasersysteme für unterschiedliche Indikationen unter. Ähnlich sieht das Gerhart Schütt, dem mit seiner Kollegin demnächst 200 statt 130 Quadratmeter zur Verfügung stehen. "Wir haben mit der Schwangerenversorgung und der Onkologie sehr betreuungsintensive Schwerpunkte, für die wir einfach größere Kapazitäten benötigen", sagt der Frauenarzt. Er brauche einfach mehr Geräte, um auch dem Wunsch beispielsweise nach Baby-Fernsehen als Ultraschalluntersuchung außerhalb der Regelversorgung nachkommen zu können. "Früher haben wir im Laufe einer Schwangerschaft fünf oder sechs Mal Herztöne aufgezeichnet, heute ist es fast doppelt so häufig", erzählt Gerhart Schütt über die intensive Betreuung seiner Patientinnen. Anke und Benedikt Hofmann hatten vor ihrem Umzug genau analysiert, woher und wie ihre Patienten in ihre Praxis in die Kölner Straße kommen. "Wir haben dabei festgestellt, dass rund 80 Prozent nicht aus Opladen sind und mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen", berichtet Benedikt Hofmann.

Ein wichtiges Umzugsargument war für die Hautärzte deshalb das Parkplatzangebot am Ärztehaus verbunden mit der Erreichbarkeit über die Campusbrücke und über die Busverbindung in die Bahnstadt. Gerhart Schütt betont darüber hinaus die Barrierefreiheit der neuen Praxisräume: "Für die Patientinnen ist es natürlich sehr wichtig, auch mit dem Kinderwagen in die zweite Etage zu kommen." Die Resonanz auf die bevorstehenden Umzüge seitens der Patienten ist bislang offenbar positiv: "Das wird sehr gut aufgenommen", bestätigen die Ärzte.

Quelle: RP
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