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Postskriptum Diese Woche In Unserer Stadt
Skurriler Buslinien-Streit . . .

Leverkusen. Da soll noch einer den Überblick behalten: Das traditionsreiche, einst in Witzhelden gegründete Busunternehmen Wiedenhoff möchte sich in Teilen von fünf Buslinien trennen und hat dies der Kölner Bezirksregierung mitgeteilt. Soweit so gut.

Doch ab jetzt wird es für den Laien unübersichtlich - ja geradezu skurril: Wiedenhoff, so ist es geplant, soll und will die Linien, die jetzt abgegeben werden, ab dem kommenden Jahr mit einem neuen Vertrag befahren. Die Monate bis dahin möchte das Unternehmen die für es unrentablen Teilstrecken aber loswerden. Der Rheinisch-Bergische Kreis als Auftraggeber wird die Strecken für die fraglichen Monate also nun neu ausschreiben, obwohl Wiedenhoff eigentlich vertraglich gebunden ist. Und wer bietet da lustig mit? Richtig: Wiedenhoff. Das ist ungefähr so, als würde ein Taxifahrer Sie auf halber Strecke vor die Tür setzen und Ihnen gleichzeitig anbieten, Sie für 2,50 Euro mehr weiter mitzunehmen.

So treibt man Preise nach oben. Doch Wiedenhoff jetzt dafür an den Pranger zu stellen, wäre unehrlich. Denn diversen Äußerungen zufolge ist so ein Vorgehen in der Branche offenbar gang und gäbe.

Das macht es nicht besser, zeigt aber deutlich, dass der Fehler im System liegt. Als Kunde fragt man sich auf jeden Fall, wie einen dieses Geschacher tatsächlich dazu bewegen soll, das Auto stehenzulassen und den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen.

(peco)

Quelle: RP
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