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Leverkusen
Unterführung am Bahnhof wird wieder geöffnet

Leverkusen: Unterführung am Bahnhof wird wieder geöffnet
Friedel Ferber, Vera Rottes und Gerhard Papke beim Bahnstadt-Rundgang. Am Rande des Areals laufen Arbeiten an der Unterführung an der Lützenkrichener Straße. Sie ist seit neun Monaten gesperrt und ab Mittwoch wieder auf. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Der Tunnel Lützenkirchener Straße soll Mittwoch frei sein, sagt Vera Rottes beim Bahnstadt-Besuch von Politiker Papke. Von Tobias Falke

Es war eigentlich nur eine Randbemerkung und für Dr. Gerhard Papke, Vizepräsident des NRW-Landtags, nicht sonderlich von Bedeutung. Doch Bahnstadt-Chefin Vera Rottes ließ verlauten, dass voraussichtlich ab dem kommenden Mittwoch, 2. November, die Lützenkirchener Straße am Bahnhof wieder befahrbar ist, die zuvor durch Umleitungen zu vielen Staus in Opladen führte. Eine gute Nachricht an alle Autofahrer.

Zur Entwicklung in der Bahnstadt zeigte sich Papke tief beeindruckt. Seit seinem letzten offiziellen Besuch im Jahr 2002 ist in der Bahnstadt Opladen so einiges passiert: "Aus einer Industrie-Brache ist ein Vorzeigeprojekt geworden", lobt er die Arbeit, die in das Projekt seit vielen Jahren gesteckt wurde - egal in welchen Bereichen. Es würde sich in der Bahnstadt zeigen, wie toll eine Chance genutzt wurde, um etwas Schönes entstehen zu lassen - mit Industrie, Privatnutzungen, Studentenheimen und Hochschulen aber auch mit sozialem Wohnbau - wie zum Beispiel eine Elterninitiative für junge Menschen mit Behinderung, die nun selbstständig in barrierefreie Wohnungen leben - oder eben Mehrgenerationen-Häuser. Dass auch unter Denkmalschutz stehende Gebäude integriert werden, alter Baumbestand erhalten bleibt sowie mehr als sieben Hektar Grünfläche vorhanden ist, wäre ein Qualitätsmerkmal. Deshalb will er den Landtag in Zukunft anregen, die neue Bahnstadt als Vorzeigeprojekt noch stärker zu bewerben.

FOTO: Miserius Uwe

Vera Rottes und das ehemalige Ratsmitglied Friedel Ferber (FDP) führten Gerhard Papke quer durch die Bahnstadt und zeigten ihm auch von der Campusbrücke aus die neuen Eindrücke auf der West-Seite, auf die man sich in den folgenden Jahren konzentrieren möchte.

Auch die Situation am Bahnhof Opladen durch immer wieder nicht funktionierende Aufzüge und Rolltreppen und somit einem teilweise nicht barrierefreien Bahnhof wurde thematisiert. Rottes: "Das ist ein Punkt, der uns wirklich sehr nahegeht. Da haben wir Verständnis für die Sorgen der Bürger. Wer jetzt mit den Taschen am Bahnhof steht, der möchte verständlicherweise auch sofort eine Lösung haben und nicht erst ein halbes Jahr später." Intensiv sei man mit allen Beteiligten im Gespräch, sodass die technischen Abläufe spätestens im Frühjahr reibungslos funktionieren sollen.

Da die Westseite des Bahnhofs nun stärker in den Fokus rückt, ergänzt Gerhard Papke, dass es extrem wichtige sei, nun noch näher mit den Bürgern der Stadt zu kommunizieren. So solle man doch versuchen, gerade alteingesessene Opladener zu integrieren. Zwölf Hektar - von der Lützenkirchener bis zur Fixheider Straße - ständen auf der Westseite der neuen Bahnstadt zur Verfügung, die die Stadt von der Bahn erworben habe. Bis 2020 soll das Gebiet für neues Wohnen mit Gewerbenutzung, Freiflächen, Einkaufsbereich in Bahnhofsnähe als Erweiterung des Zentrums entwickelt werden. Dies alles ist aber erst nach Abschluss der Gütergleisverlegung möglich und somit soll die Bebauung ab dem Jahr 2018 erfolgen.

Quelle: RP
 
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