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Leverkusen
Wahlkampf: Buchhorn strotzt vor Energie

Leverkusen: Wahlkampf: Buchhorn strotzt vor Energie
Blickt nach vorn, statt zurück: Oberbürgermeister Buchhorn. FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen. Der Oberbürgermeister ließ gestern keinen Zweifel aufkommen, dass er noch einmal für die volle Amtszeit Gas geben will. Zur Vorstellung des Plakat-Wahlkampfs präsentierte der Stadtchef eine umfangreiche Aufgaben-Liste. Von Peter Korn

Als Reinhard Buchhorn am 24. September 2008 seine Vorstellungsrede für den Posten des Oberbürgermeisters im Leverkusener Forum hielt, überzog er die Redezeit, weil er so viele Themenbereiche ansprach, die er persönlich anpacken wollte. Damals wurde er selbst in der eigenen Partei für diese immense Aufgabenliste belächelt.

Gestern, zur Vorstellung des Plakat-Wahlkampfs, den die CDU mit einem Pressegespräch im City-Turm einläutete, präsentierte Buchhorn eine ähnlich große Liste - nur dass diesmal niemand mehr an deren Ernsthaftigkeit zweifelte. Parteichef Frank Schönberger drückte es an Buchhorn Adresse gerichtet so aus: "Es gab bisher keinen Oberbürgermeister in Leverkusen, der unter so schwierigen Bedingungen so brillante Arbeit geleistet und so viel für seine Stadt erreicht hat, wie Sie." Der Stadtchef selbst jedoch machte gleich darauf deutlich, dass er nicht viel vom Blick zurück hält: "Was zählt, ist die Zukunft", sagte Buchhorn und die wolle er noch einmal maßgeblich gestalten. Wie er das anstellen will, fasste er unter vier Überschriften zusammen:

Zukunft entwickeln Hier stellt Buchhorn das Thema Verkehr und den Slogan "Tunnel statt Stelze" in den Mittelpunkt. Er sei bereit, in jeder Hinsicht mit Bund und Land zu kooperieren, um bei der Autobahn- und Brückenerneuerung das Beste für Leverkusen herauszuholen - "diese Kooperation endet allerdings in dem Moment, wenn ein Tunnel in Leverkusen machbar ist, aber dennoch eine neue Stelzen-Autobahn gebaut werden soll." Dann ist Buchhorn gewillt, die Leute auf die Straße zu bringen. Wiesdorf soll lebenswerter werden. dazu will Buchhorn den Stadtumbau vom Forum bis zur Manforter Straße einschließlich Bahnhof und City C vorantreiben. Für das Jahr 2019 rechnet er mit einer im neuen Glanz erstrahlenden City C. Und schließlich werde sich die Bahnstadt als das Leverkusener Erfolgsprojekt weiter entwickeln.

Zukunft fördern Schon jetzt hat Leverkusen Buchhorn zufolge die Versorgung mit U3 und Ü3 Plätzen in den Kitas übererfüllt. Dennoch soll weiter ausgebaut werden. Die Sekundarschule soll ebenfalls wichtiger Bestandteil der Leverkusener Schullandschaft werden.

Zukunft schaffen Flüchtlinge angemessen unterbringen und die Integration sichern, das ist eines der Hauptziele Buchhorns. Auch wenn er gestern nicht verhehlte, dass statt der avisierten 580 Flüchtlinge am Ende des Jahres 1000 angekommen sein werden. Auch auf die demografischen Veränderungen soll die Stadt reagieren. Hier dient die City C als Beispiel, in der mit Hilfe von Investoren Laden-Nutzung erreicht werden soll, aber auch barrierefreies Mehrgenerationen-Wohnen.

Zukunft gestalten Hier wurde vom Kulturangebot bis zum umfassenden Mobilitätskonzept, das gerade erstellt wird, jede Menge zusammengefasst - nachzulesen in einem Flyer, der zurzeit verteilt wird.

Was sonst gestern noch auffiel? Buchhorn strotzt vor Energie und ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er für die volle Amtszeit Gas geben will: "In Sachen Präsenz und Geschwindigkeit", ließ er wissen, könne er den meisten Jüngeren noch immer etwas vormachen.

Quelle: RP
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