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Meerbusch
Den SSV Strümp plagen Verletzungssorgen

Meerbusch. Fußball-Bezirksliga Der SSV gastiert bei der SG Kaarst, der TSV II erwartet die Zweitvertretung des SC Kapellen Erft

Im Spiel eins nach dem peinlichen 1:4-Heimdebakel gegen den VfL Willich treten die Bezirksliga-Fußballer des SSV Strümp bei der SG Kaarst an (Sonntag, 14.30 Uhr, Sportanlage Kaarster See). Die Heimmannschaft, die vor der Saison zu den Aufstiegskandidaten zählte, hat als Tabellenachter einen Zähler mehr auf dem Konto als die Rothosen auf Platz acht. Für beide Mannschaft geht es darum, den Kontakt zum oberen Tabellendrittel nicht zu verlieren. "Wenn wir in Kaarst so auftreten, wie zuletzt gegen Willich, können wir gleich zu Hause bleiben", sagt Willi Radmacher. Der Trainer hatte nach der jüngsten Pleite vor allem die mangelnde kämpferische Einstellung seiner Schützlinge beklagt ("wenn man schlecht spielt, muss man wenigstens kämpfen") und personelle Konsequenzen angekündigt. Der Coach wird aber nicht nur aus diesem Grund die Mannschaft umbauen, er ist auch wegen Verletzungen dazu gezwungen. So wird zum Beispiel Simon Webers ausfallen, der sich bereits in der Anfangsphase der Partie gegen Willich am Handgelenk verletzt und sich dann 90 Minuten mit Schmerzen über den Platz bewegt hatte. Radmacher appelliert an die Moral seiner Truppe, die Ende Oktober beim 2:1-Sieg beim TSV Meerbusch II ein ganz anderes Gesicht gezeigt und mit viel Kampf drei Punkte erkämpft hatte. "Da hatten auch die Angreifer verteidigt, das hatte ich gegen Willich vermisst. Da sind die Stürmer einfach vorne stehengeblieben."

Der auf Platz sechs rangierende TSV Meerbusch II empfängt am Sonntag (14.30 Uhr, Windmühlenweg) den Tabellenzehnten SC Kapellen II um Trainer Torsten Müllers, der sich vor der Saison weit mehr erhofft hatte. "Wir wollen unbedingt gewinnen", sagt Trainer Robert Gambino. "Durch einen Sieg würden wir auf Tuchfühlung mit den Spitzenteams bleiben. Allerdings ist der Gegner unberechenbar, eine Wundertüte, definitiv ein schwerer Gegner." Für den TSV II ist die Reserve des SCK nach den zuletzt sehr leichten Aufgaben gegen Abstiegskandidaten wieder mal ein echter Prüfstein.

Die Partien gegen die schwachen Teams vom Polizei Sportverein Mönchengladbach (4:1) und dem Sportclub Schiefbahn (10:1) waren für die zuletzt stark auftretenden Meerbuscher nicht mehr als bessere Trainingseinheiten gewesen. Trainer Gambino hat alle Mann an Bord. "Wir haben die spielfreien zwei Wochen gut trainiert und sind bestens vorbereitet", so der Coach. Sein Vorteil: Er kann auf die Anfälligkeit der Kapellener auf eigenem Platz hoffen: Sie haben zuletzt drei von vier Heimpartien verloren (1:3 gegen 1. FC Mönchengladbach II, 2:4 gegen SV Blau-Weiß Meer, 2:1 gegen DJK Gnadental, 1:4 gegen TuS Grevenbroich). Der TSV II gehört dagegen mit bislang 15 Punkten aus den sieben Auswärtsspielen (fünf Siege bei nur zwei Niederlagen) zu den stärksten Teams der Bezirksliga.

(jan)
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