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Meerbusch
Hildegundis-Pfarrei: GdG-Rat pausiert

Meerbusch. Zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren hat ein Vorsitzender des Gemeinderates der Pfarrei Hildegundis von Meer das Handtuch geworfen. Stefanie Mertens erklärte in der Sitzung am Donnerstagabend ihren Rücktritt.

"Es tut mir persönlich sehr Leid. Ich habe aber keine Idee mehr, wie wir zu einer guten Zusammenarbeit kommen können", sagte sie. Mertens bleibt dem Gremium als einfaches Mitglied erhalten. Sie betonte: "Die Person des Pfarrers war nicht ausschlaggebend für meine Entscheidung - auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit ihm war." Ein Nachfolger wurde nicht gewählt.

Stattdessen beschloss das Gremium mehrheitlich, bis Juli 2017 nicht mehr zu tagen. "Der GdG-Rat wird immer wieder von einigen Mitgliedern für Verleumdungen anderer Mitglieder ... und für die Darstellung persönlicher Befindlichkeiten und Interessen benutzt", heißt es in der Begründung, den die Pfarrei gestern veröffentlichte.

Beim Zusammenwachsen der sechs Gemeinden zur Großpfarrei Hildegundis von Meer gab es in den vergangenen Jahren häufig Streit. Gemeindemitglieder werfen dem Pfarrer unter anderem vor, die ehrenamtliche Arbeit in den Gemeinden vor Ort zu behindern. Viertel bestreitet das. Er betonte gestern: "Die Situation jetzt ist nicht optimal, aber die Befristung bis Juli 2016 soll eine Perspektive eröffnen." Die öffentlichen Sitzungen sollten dazu dienen, dass sich die Gemeinde beteiligen könne. Das setze aber voraus, dass alle konstruktiv mitarbeiteten. Der Pfarrer betonte, die pastorale Arbeit in den Sach- und Ortsausschüssen bleibe von der GdG-Rats-Pause unberührt. "Dass die Sitzungen des GdG-Rates jetzt ein halbes Jahr lang nicht stattfinden sollen, ist kontraproduktiv", erklärte ein Mitlied des Rates. "Wenn man sich streitet, sollte man miteinander reden und in einen Dialog treten."

(mrö)
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