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Meerbusch
Meerbusch-Wein, zweiter Jahrgang

Meerbusch: Meerbusch-Wein, zweiter Jahrgang
Bei der Verkostung für den neuen Jahrgang des Meerbusch-Weins: Restaurant-Betreiber Anthony Sarpong, Dirk und Jasmina Ueberbach und Wirtschaftsförderin Heike Reiß. Sie entschieden sich für den Weißburgunder. FOTO: Stadt meerbusch
Meerbusch. 2800 Flaschen des ersten Jahrgangs des Mosel-Weins, den Martin Gerlach exklusiv für die Stadt Meerbusch gefüllt hat, sind verkauft. In drei Wochen kommen die neuen Flaschen auf den Markt. Von Anke Kronemeyer

Ganz klar: Es wird wieder ein Weißburgunder. Alle am Tisch sind sich einig. "Weißburgunder hat mehr Trinkfluss", sagt Weinhändler Dirk Ueberbach. "Das ist ein richtiger Terrassenwein", meint auch Wirtschaftsförderin Heike Reiß. Und Sommelier Christian Fischer aus dem Restaurant "Anthony" in Büderich weiß: "Rebsortenreine Weine sind meistens beliebter als Cuvees." Darum kommt auch nicht die Weißburgunder-Chardonnay-Cuvee in die Flasche für den neuen Meerbusch-Wein, sondern eben der reinsortige Weißburgunder.

Genauso wie im vergangenen Jahr: Exakt ein Jahr ist es her, dass die Stadt Meerbusch als Marketing-Aktion ihren ersten eigenen Wein präsentiert hatte. Die Idee, einen Wein für Meerbusch zu kreieren, ist eine Koproduktion von Wirtschaftsförderin Heike Reiß, Moselwinzer Martin Gerlach und Dirk Ueberbach, der mit seiner Frau Jasmina den Weinhandel "Genussfaktor" in Osterath betrieben hat. Das Geschäft ist seit einigen Wochen geschlossen, Wein kann dort trotzdem abgeholt werden.

Ansonsten verkaufen aber auch Bürgerbüros und ausgesuchte Einzelhändler den Meerbusch-Wein, der in den vergangenen zwölf Monaten rasanten Abverkauf erlebte. Bis auf wenige Exemplare sind die 2800 Flaschen verkauft. "Viele haben ihn als Souvenir oder als Geschenk für Verwandte außerhalb von Meerbusch gekauft, viele ihn aber auch zu ihrem Hauswein erkoren und immer mal wieder ein Sechser-Paket geholt", erzählen Dirk und Jasmina Ueberbach. "Es gab sogar Meerbuscher, die sich eine Flasche von dem Wein mit in den Urlaub genommen und ein Postkarten-Motiv vom Strand mit Flasche im Vordergrund geschickt haben", so Ueberbach.

Auch für den neuen Jahrgang bleibt es beim farbenfrohen Etikett der Künstlerin Anastasia. Es ist eine Interpretation des Meerbusch-Bildes, das sie gemalt hat und das Wasserturm, Windmühle, Rheinfähre und Rheinbrücke zeigt. Sogar der Preis bleibt gleich - obwohl sich die Kosten im Weinberg zum Beispiel durch den Mindestlohn erhöht haben. Die Flasche kostet nach wie vor 8,90 Euro.

Apropos Weinberg: Dirk und Jasmina Ueberbach waren mit Tochter Dana sogar im Herbst bei der Lese dabei, haben die Meerbusch-Trauben geerntet und sie in der Kiepe aus dem Weinberg geschleppt. "Ganz schön anstrengend", erinnert er sich. Erste Proben des neuen Weins haben ihn und die anderen der Verkostungsrunde aber schnell überzeugt: "Auch der neue Jahrgang wird wieder seine Liebhaber in Meerbusch finden."

Quelle: RP
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