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Meerbusch
Neues Mini-Hotel für Strümp

Meerbusch: Neues Mini-Hotel für Strümp
Die ersten Gäste können kommen: Fried-Gerd Boese (l.) und Andreas Königs im neuen Gästehaus an der Xantener Straße in Strümp. FOTO: Ulli Dackweiler
Meerbusch. Mit sieben Zimmern ist das neue Gästehaus an der Xantener Straße nicht sehr groß, verändert die Hotellerie in dem Stadtteil aber doch ein wenig. Betreiber ist der Makler Andreas Königs, der das Haus einfach selbst gekauft hat Von Anke Kronemeyer

Die ersten Anfragen trudeln schon ein. Das "Bed&Breakfast Gästehaus" hat noch nicht mal offiziell geöffnet, da gibt es bereits Buchungen: Die einen wollen Familienangehörige im August unterbringen, aber auch Aussteller der Wassersportmesse Boot fragen schon an, ob sie im Januar 2016 ein Quartier haben können. "Wir liegen ja gut zur Messe", freut sich Andreas Königs über diese Nachfrage. "Entweder über die Flughafenbrücke der A44 oder via Fähre nach Kaiserswerth."

Aus dem Makler ist plötzlich auch ein Hoteldirektor geworden. Eigentlich sollte er die Immobilie an der Xantener Straße 55 im Privatauftrag einer Familie verkaufen, die sich von ihrem Erbe trennen wollte. Im Laufe der Verkaufsverhandlungen hatte er dann plötzlich die Idee von einem Gästehaus, das in diesem zweigeschossigen Gebäude entstehen könnte.

Er kaufte das Haus selber und baute es ein Jahr lang um, investierte einen guten sechsstelligen Geldbetrag. Herausgekommen sind sieben hell eingerichtete Zimmer - fünf Doppel, zwei Einzelzimmer. Einige davon haben eine integrierte Küche, so dass sie sich für so genannte Longstayer anbieten. "Es gibt ja viele Firmen in der Umgebung, die für Mitarbeiter auch mal für mehrere Wochen oder Monate eine Unterkunft brauchen", sagt Fried-Gerd Boese, der das Haus mit Andreas Königs entwickelt hat.

Königs und Boese haben auf viele Details Wert gelegt: Echtholzparkett, Boxspringbetten, keine knalligen Farben, funktionale Einrichtung, Parkplätze hinter dem Haus, Service für die Gäste. "Wir stellen gerade alle Informationen zusammen, die von Interesse sind", sagt Boese. Restaurant- und Einkaufstipps, Ausflugsmöglichkeiten in der näheren Umgebung, Verkehrsverbindungen.

Für das Gästehaus ist zunächst eine Hausdame eingestellt, die sich um Frühstück und die Zimmer kümmern soll. "Bei Bedarf stellen wir noch mehr ein", so Königs, der übrigens bis Mitte der 80er Jahre als Koch zum Beispiel in der Rheinterrasse und in Kantinen gearbeitet hat.

Die Übernachtungspreise für die Zimmer im Gästehaus liegen zwischen 85 und 125 Euro. Wer mehrere Wochen bleibt, zahlt 50 Euro pro Nacht, dann aber ohne Frühstück.

Die offizielle Eröffnung wird am 25. Juli von 15 bis 17 Uhr bei einem Tag der offenen Tür gefeiert. Dann sollen sich vor allem die Strümper - und natürlich alle anderen Meerbuscher - über das Gästehaus informieren dürfen. "Wir wissen jetzt schon, wer aus dem Ort in diesem Jahr 40, 50 oder 60 Jahre alt wird und seine Geburtstagsgäste bei uns unterbringt," erzählt Boese. Den Besuchern wird dann auch der historische Gewölbekeller gezeigt. "Von dem wüssten wir nämlich gerne, aus welchem Jahr er stammt. Vielleicht weiß das ja einer aus dem Stadtteil."

Quelle: RP
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