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Meerbusch
Schüler sammeln Geld für Skaterpark

Meerbusch: Schüler sammeln Geld für Skaterpark
Nele, Jan, Florian, Theo und Dennis mit den symbolischen Acht-Euro-Scheinen. Die würden sie gerne bei jedem Meerbuscher gegen echte acht Euro tauschen, um ihren Skaterpark zu finanzieren. FOTO: Querkopf-Akademie
Meerbusch. Wenn jeder Meerbuscher acht Euro spendet, wäre das komplette Skater-Projekt finanziert: Auf dieser gedanklichen Grundlage wollen die Kinder und Jugendlichen, die an der Skaterbahn arbeiten, jetzt Geld in der Stadt sammeln. Von Anke Kronemeyer

30.000 symbolische Geldscheine sind gedruckt, jetzt müssen sie nur noch gegen echtes Geld getauscht werden. Mit dieser Idee gehen die Schüler Nele, Jan, Florian, Theo und Dennis sowie ihre Mitstreiter durch die Stadt, um Spenden einzusammeln. Seit einigen Tagen wird an 25 Werbe-Citylights in allen Ortsteilen schon auf die Spendenaktion aufmerksam gemacht. Darauf wird das Partizipations-Projekt, in dem der Skaterpark für Strümp entwickelt worden ist, vorgestellt.

Mit Werbung auf 25 Citylights präsentiert sich die Querkopf-Akademie mit ihrem Partizipations-Projekt. FOTO: anne Orthen

Schon seit langem arbeitet Ulla Bundrock-Muhs, Chefin der "Querkopf-Akademie", mit Jugendlichen an unterschiedlichen politischen Projekten. Damit sollen die Jungen und Mädchen an Politik herangeführt werden. Sie selbst haben mit Politikern gesprochen und stellen ihre Ideen immer wieder in unterschiedlichen Gremien vor. Eines der Projekte ist eben der Skaterpark, für den es sogar schon eine Fläche am Strümper Busch gibt. Die Stadt stellt den Platz für das Projekt zur Verfügung, Voraussetzung: Die Jugendlichen müssen das Geld selbst zusammen bekommen. 220.000 Euro müssten als Startfinanzierung vorhanden sein, insgesamt kostet die komplette Anlage mit BMX-Parcour 400.000 Euro.

Eine erste Hürde zur Finanzierung ist genommen: "Die Sparkasse Neuss hat das Sponsoring des Projektes Skatepark Meerbusch zugesagt. Die Filiale der Sparkasse Neuss in Osterath plant, dieses Projekt vor Ort mit weiteren Aktionen zu unterstützen", so Bundrock-Muhs nach den Gesprächen mit Bankvertretern in der letzten Woche. Zudem hat sie gleich mehrere Zusagen von Privatleuten, die Geld für das Projekt geben würden. Im Moment wird noch ein Weg gesucht, dass das Geld als sicher gilt, auch wenn es noch nicht direkt auf einem Konto landet. "Uns ist ja vor allem wichtig, dass wir feste finanzielle Zusagen haben. Wann das Geld dann fließt, ist im Moment noch nicht ganz so wichtig", so Bundrock-Muhs.

Auf dieser grünen Wiese in Strümp könnte der Skater-Park entstehen - wenn die Jugendlichen das Geld zusammenbekommen. FOTO: Janning

Wichtige Unterstützung erhalten sie und die Jugendlichen außerdem vom Stadtelternrat - zum Beispiel bei den Plakataktionen, aber auch bei der Podiumsdiskussion, zu der vor zwei Wochen Politiker eingeladen worden waren. Alle politischen Parteien hätten jetzt auch ihre Unterstützung zugesagt: Aber: Es soll kein städtisches Geld fließen, um den Skaterpark zu bauen. Das müssen die Kinder selbst zusammenbekommen. Wenn der Park dann erst einmal gebaut ist, wird er in städtische Hände übergeben, sodass Wartung und Reinigung dann übernommen werden können.

Wenn ab heute in Düsseldorf der 16. Kinder und Jugendhilfetag unter anderem mit Bundesministerin Michaela Schwesig im Congress Center stattfindet, wird auch über Meerbusch gesprochen: Ulla Bundrock-Muhs darf vor Experten das Partizipations-Projekt präsentieren und dabei explizit über den Skaterpark und die Finanzierung reden. Das Motto des Jugendhilfetages: "22 Millionen junge Chancen - gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten." Dann präsentieren sich 380 Institutionen.

Quelle: RP
 
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