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Meerbusch
St. Martin in Büderich: Heute gibt's die Marken

Meerbusch. Gut möglich, dass es bei vielen Bewohnern von Büderich in diesen Tagen an der Haustür klingelt und sie um Spenden fürs St.-Martinsfest gebeten werden. Dafür schwärmen rund 80 ehrenamtliche Helferinnen des Martinskomitees aus. Dessen Vorsitzende, Inge von Lettow-Vorbeck, hat einen Wunsch: "Man möge Türen und Herzen öffnen, damit wir es schaffen, dieses schöne Brauchtum weiterhin zu erhalten."

Nach wie vor halte sich ein häufig gehörtes Missverständnis hartnäckig: "Viele denken, der Zug und das Fest würden von der Stadt finanziert. Das galt aber nur bis 1970, als Büderich noch eine eigene Gemeindeverwaltung hatte. Nach Gründung der Stadt Meerbusch übernahm das Martinskomitee die Verantwortung. Personell, organisatorisch und finanziell." Die Ausgaben werden allein durch das Sammeln von Spenden gedeckt. Inge von Lettow-Vorbeck listet auf, was alles darunter fällt: "Die sieben Kapellen, die den Zug begleiten. Der Einsatz der Pferde. Die Weckmänner, die wir verschenken, im Vorjahr waren es 3555 Stück. Und die bald 500 Martinstüten für Kinder von zwei bis sechs Jahren." Dafür werden heute und am kommenden Donnerstag Märkchen ausgegeben: von 9.30 bis 12.30 und 15 bis 18 Uhr im Verwaltungsgebäude am Dr.-Franz-Schütz-Platz. Dort beginnt am 11. November um 17 Uhr dann auch der Martinszug. Einen Tag später werden Büderichs Senioren nachbarschaftlich bedacht, und im Johanniterstift gibt es eine extra Feier.

Inge von Lettow engagiert sich seit mehr als 30 Jahren fürs Martinskomitee, dem sie seit mehr als zehn Jahren vorsteht. Sie kümmert sich nebenbei noch um die polizeiliche Absperrung der Straße, das Holz fürs Feuer und das Anstecken durch die Feuerwehr. Viel Mühe, viel Aufwand. Aber eine beglückende Aufgabe, wenn man Tradition als Ankerpunkte im Leben versteht: "Gerade in der heutigen Zeit des Umbruchs können sie Stabilität geben und zu einer intakten Gesellschaft beitragen."

(go)
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