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Meerbusch
TDL hadert mit den Schiedsrichtern

Meerbusch. Lanks Handballer zeigen gegen Spitzenreiter Rheinwacht eine starke Leistung und führen 50 Minuten lang. Am Ende steht eine 23:27-Niederlage. Die Lanker geben den Unparteiischen eine Mitschuld Von Falk Janning

Das hatten die Lanker Handballer wirklich nicht verdient: 50 Minuten machten sie gegen den MTV Rheinwacht Dinslaken ein gutes Spiel und brachten den Verbandsliga-Spitzenreiter an den Rand einer Niederlage. Doch dann wurden sie von den Schiedsrichtern um den gerechten Lohn ihres couragierten Auftritts gebracht. Nicht nur die 300 Zuschauer in der Forstenberg-Sporthalle kochten nach der Schlusssirene vor Wut, auch die Lanker Trainer und Spieler konnten sich lange nicht beruhigen.

Das Duo an der Pfeife sprach gegen Lanks Rückraumspieler Phillip Menckenhagen 200 Sekunden vor Schluss für eine Nichtigkeit eine Zwei-Minuten-Strafe aus und griff so entscheidend in den Ausgang der Partie ein. Es kam noch schlimmer: Als der bestrafte Akteur sich von der Bank aus noch lauthals über diese Entscheidung beschwerte, verhängte es zusätzlich auch noch gegen den verdutzten Trainer Hubert Krouß eine Zwei-Minuten-Strafe - was im Handball eine weitere Dezimierung der Mannschaft nach sich zieht.

Nun standen die Lanker mit nur noch vier Feldspielern auf dem Parkett und waren natürlich chancenlos. So kassierten sie noch drei Gegentore und verloren am Ende mit 23:27 (15:12).

So schnell hatte anschließend noch kein Schiedsrichtergespann das Parkett verlassen: Es schnappte sich den Spielberichtsbogen und flüchtete unter einem gellenden Pfeifkonzert vom Parkett.

"Während der Saison war bislang immer alles ganz sauber verlaufen", sagte Lanks Coach unmittelbar nach der Partie. "Aber das war hier heute eine bodenlose Frechheit. Die Schiedsrichter haben unseren möglichen Erfolg auf dem Gewissen."

Der TuS Treudeutsch spielte vor allem im ersten Durchgang überzeugend stark und war den Gästen durch eine gute Abwehrarbeit klar überlegen. Immer wieder zwangen die Lanker ihre Gegenspieler zu leichten Fehlern. Sie hatten immer zwei Tore Vorsprung (2:0, 4:2, 9:7) und erhöhten die Führung kurz vor der Halbzeitsirene sogar auf vier Tore (15:11). Mit Wiederbeginn hieß es 18:14 für die Gastgeber, die ihre Führung bis zehn Minuten vor Schluss verteidigten (22:20, 50.). In Folge machte sich aber der Kräfteverschleiß bei den Lankern bemerkbar, die im Gegensatz zu den Gästen auf manchen Positionen nicht doppelt besetzt waren.

Sieben Minuten vor Schluss kam der Tabellenführer dann zum ersten Mal zum Ausgleich (22:22) und ging in Unterzahl sogar mit 24:22 in Führung. Aber die Treudeutschen bewiesen Moral und Kampfgeist und gaben nicht auf, sie verkürzten durch Jens Todtenhöfer auf 23:24. Dann kam der ominöse Pfiff des Schiedsrichters...

Quelle: RP
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