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Meerbusch
TuS-Damen stehen vor richtungsweisenden Spielen

Meerbusch. Bei Madeleine Hoffmann ist derzeit alles eitel Sonnenschein. Die 22-Jährige hat bei den Damen des TuS Treudeutsch ihr Handballglück gefunden. Sie schwärmt von ihrer neuen Mannschaft, mit der sie in der vergangenen Woche durch den umjubelten 41:34-Erfolg im Spiel über Überruhr auf den vierten Platz geklettert ist - nicht zuletzt durch ihre zwölf Treffer. Und so ganz nebenbei degradierte sie in der Abwehr die stärkste Spielerin von Überruhr zur Statistin. Von Falk Janning

Erst im Sommer war sie von Solingen-Gräfrath nach Lank gewechselt. "Wegen meiner besten Freundin Joana Jeschke", sagt sie. Den Schritt vom Drittligisten aus dem Bergischen eine Klasse tiefer zum Oberligisten habe sie trotz des sportlichen Rückschrittes noch keine Sekunde bereut. Im Gegenteil. "Es ist einfach wunderbar bei meiner neuen Mannschaft. Ich bin ganz toll aufgenommen worden", sagt die torgefährliche Krefelderin. "Wir sind ein großer Freundinnenkreis, der an den Wochenenden gemeinsam ausgeht. Es hat sich ein starker Teamgeist entwickelt. Es fühlt sich an, als würden wir schon eine Ewigkeit zusammenspielen." In Gräfrath sei dagegen zuletzt viel schiefgelaufen. "Der Trainer hatte gekündigt, auch in der Mannschaft stimmte es nicht mehr."

Die temperamentvolle und flinke Spiellenkerin, die sich vor allem in der Rückraummitte und auf Rechtsaußen wohlfühlt, spielt schon seit ihrem sechsten Lebensjahr Handball und ist seitdem für sieben Vereine aufgelaufen. Ihre ersten Versuche unternahm sie beim TV Burgfried Linn. Während der vergangenen sechs Jahre spielte sie für die Drittligisten TV Lobberich, ETuS Wedau und den HSV Solingen-Gräfrath. Für die Treudeutschen, die sich zwei Jahre vergeblich um die Dienste der Sozialpädagogik-Studentin bemüht hatten, ist der Zugang sportlich wie menschlich ein Glücksfall. Trainer Michael Cisik sagt über seinen temperamentvollen Schützling: "Sie ist eine komplette Spielerin, auf jeder Position einsetzbar, Dreh- und Angelpunkt unseres Spiels. Es lebt von ihren Impulsen, ihrer Kreativität und Schnelligkeit." Sie habe eine Vorbildfunktion im Team, sei trainingsfleißig und auch durch ihren Humor wichtiger Bestandteil des Teams.

Es gibt noch einen Charakterzug: Sie ist ehrgeizig. Die Ziele mit dem Lanker Team steckt sie hoch: Nach der laufenden Saison, in der Platz fünf als offizielles Ziel ausgegeben wurde, möchte sie ein ernsthaftes Wörtchen um den Aufstieg in die Dritte Liga mitsprechen. In den kommenden beiden Wochen stehen die leidenschaftliche Handballerin und ihre Kameradinnen vor zwei schweren Partien beim Tabellenzweiten SV Straelen (Sonntag, 22. November, 18 Uhr, Fontanestraße, Straelen) und gegen Spitzenreiter TV Aldekerk (29. November, 17 Uhr, Forstenberg). "Danach wissen wir, woran wir sind", sagt Madeleine Hoffmann. "Wenn wir die beiden Spiele gewinnen, wären wir ganz oben dabei." Mit Madeleine Hoffmann und einem Team in der Form der vergangenen Woche stehen die Chancen gar nicht schlecht, dass die Treudeutschen auch aus der Heimfestung des SV Straelen Punkte entführen.

Quelle: RP
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