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Wülfrath
Auch trödeln verbindet

Wülfrath: Auch trödeln verbindet
Wertvolle Schätze waren aus Kinderzimmern oder Kellern für den Flohmarkt der beiden Wülfrather Schulen zusammen getragen worden. Es gab nicht nur Barbie-Puppen zu Schnäppchenpreisen. FOTO: RPO
Düsseldorf. Erster gemeinsamer Flohmarkt der Lindenschule und der Grundschule Rohdenhaus, die bereits im Verbund arbeiten. Die beiden Fördervereine wollen zusammen ein pädagogisches Zirkusprojekt stemmen. Von R. Mairose-Gundermann

„Wir wachsen zusammen“, nickte Marlies Leuth, Leiterin der Lindenschule und der Grundschule Rohdenhaus freundlich lächelnd. Am Samstag veranstalteten die Schulen in der Lindenschule erstmalig einen gemeinsamen Trödelmarkt. Knapp 50 Stände waren in Gängen und einzelnen Klassenräumen aufgebaut. Das Verhältnis der Stände war „in etwa 8:2“ Lindenschüler zu Rohdenhauser, meinte Marlies Leuth

„Schön hier. Alle sind sehr freundlich“, sagte Rohdenhauserin Sonja Altmeyer, die Tochter Gianna beim Verkauf von Spielzeug und Kleidung unterstützte. Auf den Tischen stapelten sich Bücher, Spiele zum Teil wie neu, Kinderkassetten, Kleidung („für wenn‘s kalt ist“), gut erhaltene Fahrräder und vieles mehr. Lisa, Annalena und Franziska suchten Abnehmer für Barbie-Puppen zu Schnäppchenpreisen.

Nostalgische Schätze

Nostalgische Schätze aus der Lehrmittelsammlung von Anger- und Lindenschule waren echte Hingucker. Was früher mal zur Bereicherung des Unterrichts an Kartenständern hing – Versorgung einer Stadt (Schlachthof, Rettungswesen), Krönung Karls des Großen, Jesus und die Versuchung – boten mit sichtbarem Vergnügen die Lehrerinnen Angelika Besche und Ulrike Wagner im „Schulantiquariat“ zum Verkauf.

Holger Hellerbach vom Förderverein Lindenschule hatte eine Tombola mit schönen Preisen auf die Beine gestellt. „Der Erlös ist für unser Zirkus-Projekt im nächsten Jahr“, berichtete er. Das große Projekt mit dem Mitmachzirkus Casselly, der zum 50-jährigen Bestehen der Grundschule Rohdenhaus schon begeisterte, soll die beiden Verbundschulen noch enger zusammen schweißen. „Gemeinsame Ziele, Projekte und Vorhaben“, so fasste Marlies Leuth die Strategie aller am Schulverbund Beteiligten zusammen. Bei dem Zirkus-Projekt werden Kinder jahrgangs- und schulübergreifend im Juni eine Woche mit den Zirkusleuten allerlei Kunststücke einstudieren. Für den Schulverbund erwartet die Schulleiterin zum 1. Januar die offizielle Bestätigung aus Düsseldorf. In verschiedenen Bereichen wird längst kooperiert. Im Sommer fand ein gemeinsames Sportfest statt. „Die Lehrerkonferenzen sind sowieso zusammen“, so Leuth. Die Fördervereine treffen sich in Kürze. Sie wollen das Zirkus-Projekt stemmen. Die ersten Kinder aus Rohdenhaus nehmen am Ogata-Angebot der Lindenschule teil. Weitere wollen es ab 2008 nutzen. Die Eigenständigkeit der Schulen soll in Teilen erhalten bleiben, bei Einschulungsfeiern und – vor allem aus Platzgründen – bei Infoabenden zu weiterführenden Schulen.

Quelle: RP
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