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Mettmann
Brasserie 904 entdeckt das Niederbergische

Mettmann: Brasserie 904 entdeckt das Niederbergische
Küchenchef Philipp Mosel plant einige Events in der "Brasserie 904" im Evangelischen Krankenhaus. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Das Restaurant im Evangelischen Krankenhaus lockt mit Theater und Musik und wirbt kulinarisch fürs Neandertal. Von Valeska von Dolega

"Wir können mit den vergangenen sechs Monaten zufrieden sein", lautet Philipp Mosels Fazit. Seitdem ist der gelernte Koch Chef der Brasserie 904. "Die Vorgeschichte ist passé", verweist er auf das Hickhack, dass es um seinen Vorgänger Daniel Dal-Ben gab. Auch das Image, bloß Küche in der Kantine des Krankenhauses zu sein, ist weitestgehend aus den Köpfen der Gäste. "Wer bei uns war, weiß was wir können." Und das spricht sich herum.

Trotzdem will der 29-Jährige noch eine Schippe nachlegen. Auf den Tellern wird weiterhin Genuss auf gut deutsch serviert, als flankierende Maßnahme gibt es zusätzlich Kultur. So klingt der April kulinarisch unter der Überschrift "Die Brasserie swingt" aus. Pitro Pittari, Jazz-Musiker und schon mehrfach zu Gast an der Gartenstraße, wird bis Sendeschluss zusammen mit einer Sängerin live für mehr als bloß Hintergrundmusik beim mehrgängigen Menü sorgen. Ende Mai startet der Programmpunkt "Kul(t)inarisch. "Jetzt wird's bunt" moderiert sich ein Improvisationstheater namens Spielunken an. Sechs Darsteller wollen zwischen den Gängen der von Mosel komponierten Speisefolge unterhalten. Dazu agieren sie von der Bühne und zwischen den Tischen, Musik gibt es auch. Und natürlich ist auch der 1111. Geburtstag der Stadt ein Thema für den Küchenchef. Bereits jetzt gibt es Dienstag bis Donnerstag auf der regulären Karte vier Gerichte zum sagenhaften Preis von 11,11 Euro. "Unser Geschenk an die Bürger der Geburtstagsstadt." Im Rhythmus von zwei bis vier Wochen wechselt die Brasseriekarte.

Lebensmittel der Saison sind immer Trumpf, außerdem setzen Philipp Mosel und Team auf regional hergestellte Produkte. Das "Neanderthal Special" im September wird gerade entwickelt. Im Gespräch mit den verantwortlichen des gleichnamigen Museums wird als Auftakt eine Führung über den Kunstweg diskutiert. Anschließend könnte es per Shuttle in die Brasserie zum modernen Neandertal-Essen gehen. "Beeren, Nüsse und viel Fleisch standen auf dem Speiseplan des Neandertalers", weiß Philipp Mosel. Klingt eher schnöde. Aber wer schon mal Großmutter-Gerichte wie "Himmel un Ääd" oder "Düsseldorfer Senfrostbraten" aus seiner Küche probiert hat, weiß, wie der Mann diese Klassiker ebenso fein wie gekonnt zuzubereiten weiß.

Zwischen all den Maitänzen und Geburtstagsextras locken noch die Grillsaison in der Sommer-Lounge, Fischwochen oder das Angebot "futtern wie bei Muttern". "Die Mettmanner sind viel bodenständiger als die Düsseldorfer", vergleicht der Küchenchef seine Zeit hier mit der Versorgung in der Landeshauptstadt ("Monkey's"). "Die sagen immer knallhart und ehrlich ins Gesicht, was ihnen gefällt oder nicht."

Brasserie 904, Gartenstraße 4-8, Telefon 02104 773377, Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag ab 18 Uhr, Küchenschluss 22 Uhr. Parkplätze in der Tiefgarage. " target="_blank" rel="nofollow">www.brasserie904.de"

Quelle: RP
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