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Serie Echt Schön (5)
Den Füßen mal etwas Gutes tun

Serie Echt Schön (5): Den Füßen mal etwas Gutes tun
Barfußgehen ist gesund und ein sinnliches Erlebnis - und manchmal werden die Füße dabei halt auch schmutzig. FOTO: dpa
Mettmann. Sie tragen uns unser ganzes Leben lang, werden aber oft vernachlässigt. Fachleute geben Tipps für Pflege und Training. Von Valeska von Dolega

Ratingen Gesunde Füße spielen eine tragende Rolle. Das anatomische Kunstwerk aus 26 Knochen, verspannt mit Sehnen und Muskeln ist eine filigrane Angelegenheit. Dank dieser Konstruktion steht der Mensch auf nur drei Belastungspunkten, nämlich Ferse sowie Groß- und Kleinzehenballen, und kann dadurch selbst harte Landungen abfedern.

"Wir sollten sorgsam mit ihnen umgehen, wenn sie uns noch eine Weile durchs Leben bringen sollen", sagt Schuhmachermeister Rolf Rainer, über die Füße. Schließlich ruht die gesamte Körperlast auf dieser Basis, die mithilfe der Zehen für Balance sorgt. Streng genommen ist der Fuß ein besonders freiheitsliebender Körperteil. Den spektakulären Auftritt auf hohen Absätzen mag er letztlich ebenso wenig wie das Watscheln auf flacher Sohle. Denn sind die Füße durch Leisten und Fußbett eingezwängt, verkümmert die Muskulatur und das Fußgewölbe macht schlapp, erklärt der Fachmann. Von anderen Verformungen ganz zu schweigen. Aber: Zu weit darf der Schuh auch nicht sein. "Ausreichender Platz und Halt müssen gewährleistet sein."

Doch nicht allein aus medizinischen Gründen ist es wichtig, seine Füße im Blick zu behalten. Gerade zur Sommerzeit lohnt die Hege und Pflege besonders. Denn mit steigender Temperatur wird es auch unten herum gerne luftig. Ob im Büro oder am Strand: Nun werden Füße in leichten Latschen oder luftigen Sandaletten zum Hingucker. "Mit dem Pflegeprogramm sollte man rechtzeitig anfangen. Oder gleich zum Spezialisten gehen", empfiehlt Podologin Andrea Becker-Schulmeister. Dass die Fußsohlenhaut, die der am stärksten strapazierte Hautbereich ist, nicht ebenso regelmäßig eingecremt wird wie zum Beispiel das Gesicht, ist ihr ein Rätsel. Aber ehe es zum finalen Klacks duftender Creme kommt, kann - selbstverständlich auch im heimischen Badezimmer - ein wohltuendes Basisprogramm angewendet werden, wie es eigentlich alle fußpflegenden Kollegen empfehlen.

Vor der eigentlichen Pediküre löst ein wohltemperiertes Fußbad mit anschließendem Peeling die ersten Verhärtungen. Hartnäckig verhornte Stellen werden per Bimsstein oder einer Hornhautfeile weggerubbelt. Wie an den Fingern auch, wird anschließend die Nagelhaut mit einem speziellen Stäbchen sanft zurück geschoben. "Vorsicht vor Verletzungen", warnt Andrea Becker-Schulmeister. Reißt die empfindliche Haut, treten schnell Pilze und Bakterien ein.

Nächste Fallhöhe bietet das Nagelschneiden, wofür die Experten je nach Stärke des zu bearbeitenden Nagels Zange oder Schere empfehlen. Der Nagel sollte mit dem Ende des Zehs abschließen. Wer zu viel wegschneidet, riskiert in die Haut einwachsende Ecken. Weshalb eventuelle Kanten anschließend mit einer Feile vorsichtig entfernt werden. Das Geheimnis des gepflegten Fußes liegt letztlich in der regelmäßigen Wiederholung dieses Prozederes. Die Benutzung spezieller Fußcremes, die die Hornhautbildung verhindern, helfen. Andere Pflegeprodukte verhindern starkes Schwitzen und desodorieren. Spezielle Fußmasken, die über Nacht von Baumwollsocken geschützt einwirken, optimieren das Ergebnis. "Aber die Fußhaut ist nur begrenzt aufnahmefähig", sagt Andrea Becker-Schulmeister. Was an Schmiere zu viel aufgetragen wurde, zieht dann in die Socke.

Das sind alles Maßnahmen, die sich leicht zu Hause durchführen lassen und deren Wohlfühlfaktor noch erhöht wird, werden sie vom Fachmann durchgeführt.

Sobald es medizinischer wird, also zum Beispiel ein Hühnerauge oder ein eingerollter Nagel behandelt werden muss, sollte allerdings eine podologische Praxis aufgesucht werden.

Quelle: RP
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