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Mettmann
Gesprühte Kunst für guten Zweck

Mettmann. Spraypainter Volker E. Kempf stellt in der Sparkasse aus: Erlös an die Tafel . Von Valeska von Dolega

In seinem ersten Beruf ließ er sich zum Schriftsetzer und Grafiker ausbilden. "Dann reiste ich nach Afrika und merkte: Ich muss mehr für andere Menschen tun." Also wurde er Pfarrer einer evangelischen Freikirche. Der Kunst aber blieb er treu. "Beides zusammen ergänzt sich super." Auch für den karitativen Zweck. Zum ersten Mal zeigt der in Kaiserslautern lebende und arbeitende Spray-Art-Künstler Volker E. Kempf Bilder in Mettmann.

"Der Erlös ist für die Tafel bestimmt." Die Einrichtung, die von der Neander-Diakonie getragen wird, feiert in diesem Jahr zehnjähriges Bestehen. "Die Nachfrage steigt", resümiert Irmgard von der Heiden-Alfing, Regionalleiterin der Neander-Diakonie. Aktuelle Zahlen dokumentieren das, waren es 2014 400 Scheine von Nutzungsberechtigten, kletterte die Zahl 2015 bereits auf 520. Immer mehr Ältere und Behinderte, sowie Alleinerziehende und Flüchtlinge nutzen das Angebot. "Es wird nicht leichter", umschreibt die Regionalleiterin die vielen Aufgaben, die nicht nur damit einhergehen, die passenden Waren und Lebensmittel zu finden. Ohne Ehrenamtler wie Rüdiger Marx wäre es noch komplizierter, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Ein mal wöchentlich ist er als "Fahrer und Einsammler" unterwegs. "Meistens dienstags", sagt er. Es sei denn, er springt für andere Helfer ein. Mit Rüdiger Marx schließt sich der Kreis zu Sprayer Volker E. Kempf. Der Mettmanner nämlich sammelt Zubehör alter Autos und Carrera-Bahnen, die der Spraypainter schon mal kunstvoll aufgepeppt hat. So kam die Verbindung zur Ausstellung zustande. Gezeigt werden auf der Galerie der von Thomas Döring geleiteten Kreissparkasse am Jubiläumsplatz ausgesuchte Werke Kempfs. Der übrigens ist zur Technik des Sprayens gekommen, weil er laut Eigenaussage ein so ungeduldiger Mensch ist. Bei allen anderen Techniken muss man warten, bis Farben und Leinwände getrocknet sind. Beim Sprayen gibt es unmittelbare Ergebnisse. Im Original kosten derlei Kempf-Arbeiten 400 bis 800 Euro, für den guten Zweck sind sie als handsignierte Kunstdrucke mit Rahmen für 100 Euro, ungerahmt für 50 Euro sowie als Klappkarten (3 Euro) oder Postkarten (2 Euro) zu bekommen.

Die in der Kreissparkasse präsentierten Exponate zeigen oft Naturthemen. Zu sehen sind unter anderem sattrot blühender Klatschmohn oder violett schimmernde Fuchsien. Jobbedingt sind außerdem mit bildnerischen Mitteln ausgedrückte Interpretationen zu Fragen des Lebens dargestellt. "Theorie und Praxis" ist dafür ein Beispiel. In einer Farbsymphonie in Blau sind hierbei Säugling und Klapperstorch gezeigt, im Zyklus "Gemeinsam unterwegs" sind Paare und Passanten zu sehen.

Die Ausstellung ist bis Freitag, 20. November, zu den Öffnungszeiten der Kreissparkasse zu sehen.

Quelle: RP
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