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Mettmann
Kinder malen Bilder ihrer neuen Wunschheimat

Mettmann: Kinder malen Bilder ihrer neuen Wunschheimat
Martin Richter (r.) eröffnete gestern mit stellvertretendem Bürgermeister Berthold Becker, mit Kindern und Marina Gerber die Ausstellung in der Stadtbücherei. FOTO: Janicki, Dietrich
Mettmann. Kreisdirektor Martin Richter hat am Montag in der Stadtbibliothek die Ausstellung "Mein Kreis, meine Heimat" eröffnet. 20 Kinder aus Flüchtlingsfamilien und mit Migrationshintergrund aus Mettmann und Erkrath haben Bilder gemalt, auf denen sie ihre Vorstellung von Heimat darstellen.

Und zwar von ihrer neuen Heimat, oder besser Wunschheimat. Die Bilder werden bis zum 7. November zu sehen sein.

Später soll aus den Werken der kleinen Künstler ein Jahreskalender für 2016 angefertigt werden. Der Kalender wird nach seiner Herstellung an die Familien der Kinder verteilt, er wird an die zehn Bürgermeister der Städte des Kreises Mettmann verschickt, an den Landrat, an das Kreisintegrationszentrum Mettmann, an die Integrationsräte und Integrationsbeauftragte im Kreis. Das Projekt haben das Integrations-Kulturzentrum, der Caritasverband und die Kunsttherapeutin Marina Gerber auf den Weg gebracht und umgesetzt.

Es sind bunte Kinderbilder entstanden. Die vier- bis 14-jährigen Teilnehmer haben Landschaften, Stillleben und abstrakte Formen gegemalt. Das Mettmanner Stadtwappen hat als Motiv eine zentrale Rolle gespielt. Teilweise, so Gerber, haben die Kinder zum ersten Mal Kontakt zu Farben und zum kreativen Gestalten erlebt. Richter unterstützt dieses Integrationsprojekt. "Allein in Mettmann leben derzeit über 140 Flüchtlingskinder. Sie sind aus Ländern geflohen, in denen Krieg und Armut herrscht." Sie möchten eine neue Heimat in Mettmann finden. Heimat ist da, wo ich willkommen geheißen werde, sagte Richter. Es gelte noch viel Integrationsarbeit zu leisten. Schulen und Kindergärten seien dafür wichtige Orte.

(cz)
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