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Mettmann
Kulturen im Dialog
Mettmann: Kulturen im Dialog
Das Forum "Religionen und Kulturen" tagt regelmäßig seit seiner Gründung im Mai vergangenen Jahres. FOTO: RPO
Düsseldorf. Das "Forum der Religionen und Kulturen in Mettmann" setzt auf die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Religionen. Führungen durch Gotteshäuser, Gespräche und Feste sollen das Zusammenleben vertiefen. Von Sabine Schölling

Die Vertreter der verschiedenen Gemeinden und Religionen wollen in Mettmann nicht länger allein im Elfenbeinturm sitzen, sondern zusammen wachsen. Das "Forum der Religionen und Kulturen in Mettmann" hat sich mit diesem Ziel gegründet. Die Gemeinden nutzen rege die Gelegenheit, sich Bürgern als Gastgeber und Glaubensgemeinschaft vorzustellen.

Bei Führungen durch evangelische und katholische Kirchen sowie die Moschee in Mettmann lernten die Gäste die Praktizierung des Glaubens kennen. Hasan Kaimakci, Vorbeter in der Moschee, hatte einen Vortrag über die Wallfahrt nach Mekka gehalten, der den Zuhörern die Erkenntnis brachte: "Die verschiedenen Religionen haben viele Gemeinsamkeiten, schon im Ursprung!"

Trialog der Kirchen

Sigrid Geiger, evangelische Pfarrerin, betrachtet die Arbeit des Forums als "Trialog zwischen den Kirchen, der Fortschritt bringt". Bei den Veranstaltungen handelt es sich nicht um pauschale und theoretische Abhandlungen, sondern um Religion und Kultur, praktisch und nah am Alltagsleben. Auch die Arbeit anderer Gruppen, denen die Mitglieder des Forums angehören, wird einbezogen, so wie die Grillfeste des Integrationsrates.

Nachdem bereits russische und türkische Spezialitäten gegrillt wurden, wird am 14. November die bosnische Gruppe das Fest am Königshof ausrichten. Andreas Scherer, Sprecher des Forums, unterstrich das Ziel der Bestärkung von Gesprächskultur: "Wir wollen nicht übereinander reden, sondern miteinander!" Und das machen die engagierten Mitglieder in der Tat: Allein die Veranstaltungsreihe im November, die gemeinsam mit dem Bündnis für Toleranz und Zivilcourage, im Forum vertreten durch Kirsten Metzdorf, erstellt wurde, beinhaltet sechs Vorträge über Judentum, Christentum, Islam, Menschenrechte und Rechtsextremismus. An Ideen und Plänen für 2011 mangelt es nicht.

Das Forum hat ein Logo entwickelt, um seine Identität zu symbolisieren: Davidstern, Kreuz und Halbmond harmonisch zusammengefügt. Der Halbmond ist in der Türkei das Symbol für das Rote Kreuz, also einer Hilfsorganisation. Doch da ein Mitteleuropäer in diesem Symbol in der Regel Orient und Islam erkennt, hat die türkische Gemeinde in Mettmann zugestimmt, zu diesem Zwecke Halbmonde zu verwenden.

Info Andreas Scherer Tel. 02104 22045

Quelle: RP
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