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Wülfrath
Loblied auf die Hauptschule

Düsseldorf. Die CDU widerspricht der SPD: Wülfrath braucht kein konzentriertes Schulzentrum. Stadtverbandsvorsitzender Seidler: In kleinen Einrichtungen werden Kinder besser gefördert. Von Jochen Delphendahl

„Die CDU will die bewährte Schullandschaft in Wülfrath erhalten“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme des Stadtverbandes, der Jungen Union und des Landtagsabgeordneten Marc Ratajczak. „Wenn der SPD-Fraktionsvorsitzende Hoffmann von einem zerfledderten Schulstandort und einem konzentrierten Schulzentrum in Wülfrath spricht, meint er nichts anderes, als die Forderung der Einheitsschule in Wülfrath“, stellt die JU-Vorsitzende Ella Gawrych fest. Sie spricht von einer Mogelpackung und Chaospolitik der Wülfrather SPD. Es gelte die Schüler im bewährten dreigliedrigen Schulsystem individuell zu fördern und die Grundlagen für eine erfolgreiche Berufsorientierung und Berufstätigkeit zu schaffen.

Für 2,7 Millionen Euro saniert

Noch vor zwei Jahren habe die SPD hinter der Wülfrather Schullandschaft gestanden, meinte CDU-Vorsitzender Andreas Seidler. Die Hauptschule sei für 2,7 Millionen Euro saniert und modernisiert und die Ogata in der Lindenschule vom Land mit 345 000 Euro bezuschusst worden. „Was wir jetzt erleben, ist typisch für die SPD. Es ist nichts anderes als eine Geld-Ausgabe-Politik, ohne Verantwortung zu übernehmen“, so CDU Stadtverbandsvorsitzender Andreas Seidler.

Wissenschaftliche Untersuchungen und Auswertungen der PISA-Studien hätten ergeben, dass die Hauptschule besondere Leistungen beim Aufbau von Interessen und persönlichen Stärken, der Entwicklung von Selbstwertgefühl und Leistungsorientierung erbringt“, so der CDU-Vorsitzende. Gegen eine Zusammenlegung aller Schulen in Wülfrath spreche auch, dass Hauptschulen im Vergleich zu anderen Schulformen eher kleiner und überschaubarer sind. Die durchschnittliche Schülerzahl der Hauptschulen betrage rund 360 gegenüber rund 1100 Schüler in Gesamtschulen. Mit über 300 Schülern sei die persönliche Zuwendung zum einzelnen Schüler sowie die Entwicklung und Förderung der individuellen Stärken an der Hauptschule gewährleistet.

Für die gute Arbeit der Hauptschule seien auch die vielen Auszeichnungen Beleg, wie der Hauptschulpreis 2007 und der Seneca-Award-Preis. Schulministerin, Barbara Sommer habe bei der Hauptschulpreisverleihung Anfang des Jahres die Arbeit der Schüler, Eltern und Lehrer sehr gelobt, erinnert Seidler.

„Durch eine bessere Berufswahlvorbereitung und Berufsorientierung werden wir frühzeitiger die Qualifikationen für die Aufnahme einer Berufsausbildung fördern sowie realistische Berufsperspektiven entwickeln“. betont Landtagsabgeordneter Ratajczak. In diesem Bereich werde in Wülfrath bereits vorbildliche Arbeit geleistet. „Da wir den Ausbau der Ganztagsschule vorantreiben, haben wir unseren Schwerpunkt des Betreuungsausbaus zunächst dort gelegt, wo ihn die Schüler am Dringendsten brauchen – in den Hauptschulen.“

Quelle: RP
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