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Mettmann
Nach den Zwergen gibt's die Ent-deckung

Mettmann: Nach den Zwergen gibt's die Ent-deckung
Ducks aller Art kommen ins Museum. FOTO: Fotos Neanderthal Museum/Inter Duck
Mettmann. "Duckomenta" heißt die Sonderausstellung, die vom 14. Mai an im Neanderthal Museum läuft. Vor allem Kinder mögen die Gletschermumie "Dötzi", Frau Venus von Villenduck oder Pharao Duckamun, Von Oliver Wiegand

Das Neanderthal Museum in Mettmann hat für seine Besucher in diesem Jahr eine Reihe von Höhepunkten im Programm. Nur noch eine Woche lang ist die Sonderausstellung "Zwerge und Riesen - eine Frage der Perspektive" zu sehen. Die Ausstellung erzählt Geschichten von tatsächlichen und fiktiven Zwergen und Riesen. Doch dann muss Platz geschaffen werden für die Enten.

Nach zwei Wochen Umbauarbeiten ist es soweit und im Keller des Museums werden sich 120 Enten ausbreiten. Sie treten unter dem Namen "Duckomenta" in Erscheinung als Mumie, als ägyptische Königin oder auch mal als Ötzi, der aber nicht unbedingt aussieht wie ein Mensch aus der Steinzeit.

Hinter dieser teilweise sehr amüsanten Umdeutung der Weltgeschichte steht die Berliner Künstlergruppe "interDuck." Sie widmet sich seit 1986 in immer neuen Facetten dem Enten-Universum.

Neben dem Gründer Eckhart Bauer, emeritierter Professor der Kunstsoziologie, gehören Ommo Wille, Professor Volker Schönwart, Rüdiger Stanko und Anke Doepner der Gruppe an. Die interDuck-Künstler malen seit vielen Jahren für die Duckomenta und zwar mit unglaublicher Liebe zum Detail und auf höchstem Niveau.

Inzwischen umfasst der Enten-Kosmos knapp 500 Exponate. Um die Meisterwerke der Kunstgeschichte ins Entische zu übersetzen, muss man sich intensiv mit den Originalen, ihrer Entstehungsgeschichte und den Menschen befassen, die in der Zeit lebten, als sie geschaffen wurden. Das Neanderthal Museum ist der Ansicht, dass die Enten gut ins Konzept passen. Denn wie bei der Ausstellung zu sehen ist, sind diese Enten den Weg vom Neandertal durch alle Hochkulturen der Antike, des Mittelalters bis in die Moderne gegangen. Und dabei scheinen sie - wenn man den Bildern glauben mag - öfter in die Geschicke der Menschheit eingegriffen zu haben, als es die offizielle Geschichtsschreibung zugeben mag.

Archäologische Funde, Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen zeugen von der rätselhaften Zivilisation dieser Anatiden. Jedes der 120 Exponate, die im Museum zu sehen sind, ist ein überraschendes Wiedersehen mit bekannten Kunst- und Kulturobjekten von Weltrang. Sie werden in der Ausstellung augenzwinkernd, aber künstlerisch hoch anspruchsvoll neu interpretiert.

Von der Steinzeit bis heute haben diese Enten in allen Epochen ihre Spuren hinterlassen: die berühmte Gletschermumie Dötzi, Venus von Villenduck, Pharao Duckamun, Mona Lisa als Ente oder Albert Einstein mit Schnabel. Die Begleittexte zu den Exponaten enthüllen die Hintergründe ihrer geheimen Entstehung, zum Beispiel zur Duckfretete: "Fundort dieser Büste sind die Ruinen einer ägyptischen Bildhauerwerkstatt. Es handelt sich dabei vermutlich um eine Darstellung Königin Duckfretetes, die bis heute als eine der schönsten Enten der Welt gilt."

Als Weltpremiere wird im Neanderthal Museum erstmals der Duckthaler, ein entischer Neanderthaler, Anas neanderthalensis, der Öffentlichkeit präsentiert. Wer aufmerksam durch die Dauerausstellung des Neanderthal Museums geht, wird ganz neue Spuren der Geschichte ent-decken. Ein weiteres Highlight der Ausstellung bildet die große ägyptische Grabkammer mit zahlreichen entisch-altägyptischen Funden.

Quelle: RP
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