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Mettmann
Orgel und Blockflöte ergänzen sich perfekt

Mettmann. Das Blockflötenensemble, das Markus Diehl seit Jahren um sich schart, überzeugte bei einer musikalischen Vesper in der Kirche Freiheitstraße einmal mehr mit einem Programm, das den Zuhörern Darbietungen von der Renaissance bis in die Moderne vorstellte. Von Hanna Eisenbart

Mit dem Choral einer Partita von Johann Pachelbel überzeugten die Flötistinnen und die Variationen wurden in reizvollem Kontrast von Roselies Evang auf der Orgel übernommen. Mit zwei Stücken von italienischen Komponisten machte das Ensemble deutlich, dass Renaissance und Flöten einfach zusammengehören und die höfisch anmutenden Weisen entführten das Publikum in eine längst vergangene Epoche der Musikgeschichte. Dietrich Buxtehude, ein ganz großes Vorbild von Johann Sebastian Bach, wies mit der Ciacona in c den Übergang in den Barock und Roselies Evang präsentierte ihr Instrument bestens. Zu einem herrlichen Miteinander gerieten die sechs Variationen von Peter Philips, einem englischen Komponisten der Spätrenaissance. Eigentlich besteht das Thema der Passacaglia und Fuge in c-Moll von J. S. Bach aus nur zwei Tönen, die sich zwar absteigend aneinandergereiht zu 16 Tönen entwickeln. Besonders in der Fuge glänzte die Organistin mit virtuosem Spiel.

Samuel Scheidt (1587- 1654) hatte sich bei der Komposition "Herr, du bist Tag und Licht" auf einen ganz alten Choral zurück besonnen und dieser bestach mit zuversichtlicher Ausstrahlung.

Was Flöten doch alles entlockt werden kann, zeigte die bravouröse Vorstellung der "Moonlight Serenade" von Glenn Miller. Das war schon etwas Besonderes in dem so abwechslungsreichen Programm und man spürte, wie die Flöten vom Geist des legendären Jazzmusikers inspiriert waren. Auch das Schlaflied "Lullaby" des Amerikaners Allan Rosenheck geriet dem Ensemble bestens. Mit einer weiteren Choralbearbeitung von Max Reger beendete R. Evang den famosen Abend, der durch prickelnden Gegensatz zwischen den schlichten Flöten und der höchst virtuosen Orgel Spannung und enormen Reiz erzeugte.

Quelle: RP
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