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Mettmann
RP-Leser beschweren sich über die Post

Mettmann: RP-Leser beschweren sich über die Post
Vergeblicher Blick in den Briefkasten: Vor allem montags kommt selten Post, stellen die Mettmanner fest. Das ist besonders ärgerlich, wenn man auf eine abonnierte Tageszeitung oder eine terminkritische Rechnung wartet. FOTO: r. Matzerath
Mettmann. Unregelmäßige Zustellung, lange Brief-Laufzeiten, allzu eilige Zusteller - die Liste der Vorkommnisse ist lang. Von Dirk Neubauer

Die Beschwerden über die Post und die Postzustellung reißen nicht ab. Wie zuvor in Hilden, Haan und Langenfeld ist auch in Mettmann der Eindruck entstanden, dass die Post montags gar nicht mehr kommt. RP-Leser berichten in Mails an die Redaktion: von einem Brief, der vier Wochen lang unterwegs war; einer Rechnung, die so spät im Briefkasten landete, dass der Absender bereits die erste Mahnung hintergeschickt hatte, und von Katalogen, die erst dann ankommen, wenn die darin angekündigten Rabatt-Aktionen längst Vergangenheit sind.

Den Hintergrund zu diesen Missständen liefert die Bundesnetzagentur. In einem internen Bericht steht, dass 2017 die Zahl der schriftlichen Beschwerden über die Post bei 6100 gelegen habe; 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem vor Weihnachten hätten sich viele entnervte Kunden gemeldet.

Wolfgang Schaar aus Mettmann kann das gut nachempfinden. Er bekam am 24. Januar einen Brief, der auf den 29. Dezember 2017 datiert war. Um fair zu bleiben, kontaktierte er den Absender und befragte ihn nach Details der extrem langsamen Zuckel-Sendung. Der Brief sei in der ersten Januar-Woche in die Post gegangen, hieß es. Laufzeit also: mindestens drei, vielleicht eher vier Wochen. Von Schaar kommt auch der Hinweis auf die saumselig ausgelieferten Kataloge. Da die Rabatt-Aktionen meist nur für einen festgelegten Zeitraum gelten, ärgert er sich darüber, dass er Schnäppchen nicht nutzen kann.

Walter Schulte aus Erkrath hat festgestellt, dass er seit einiger Zeit montags gar keine Post mehr bekommt. Er hat die Neue Zürcher Zeitung abonniert. Regelmäßig steckten am Dienstag zwei Ausgaben im Briefkasten - darunter die Montagsausgabe.

Monika Hinz schreibt, dass sie wegen der Post sogar Ärger mit einer Rechnung bekommen habe. Die sei in den Wochen vor Weihnachten zehn Tage lang unterwegs gewesen und lag erst am Freitag vor dem Heilig Abend-Sonntag im Briefkasten. Zahlungsfrist nahezu abgelaufen - und die Bank nahm den Vorgang am Spätnachmittag nicht mehr an. So konnte die Rechnung erst nach Weihnachten bezahlt werden. Da aber lag bereits die erste Mahnung vor. "Die Sachlage konnte schnell meinerseits geklärt werden, aber ich hatte den Ärger und musste mich kümmern. Lustig fand ich das nicht", schreibt Monika Hinz. Bei ihr kein Einzelfall und erst recht kein Weihnachtsthema: Am 22. Januar kam ein Brief, der bereits einige Tage lang dringend erwartet wurde. Seit drei Monaten komme die Post extrem unregelmäßig.

Großen Ärger mit der Paket-Post meldet Peter Hirth. Er hatte dringend benötigte Medikamente online bestellt. Das ging bequem von zu Hause aus, die Versandapotheke brachte das Päckchen ohne Verzug auf den Weg. Die Ankunft war für Samstag, 9. November, 2017 angekündigt. Doch die Medikamente trafen nicht ein. Zudem gab es keine Nachricht über den Verbleib der Pharmazeutika. Erst am Nachmittag des folgenden Montags klingelte der Paketbote. Da hatte sich Peter Hirth zwischenzeitlich beim Apotheken-Notdienst für teures Geld Ersatz beschaffen müssen.

Zudem berichtet der Mettmanner, dass der Versuch misslungen sei, dem Paketzusteller das Leben leichter zu machen. Falls man nicht zuhause ist, darf der Zusteller Pakete im Flur ablegen, gestattete Hirth. Doch dann hat er erfahren müssen, dass der Zusteller nun gar nicht klingelt, sondern nur noch die Pakete auf dem Treppenabsatz ablädt. So war das - aus Sicht des Kunden - nicht besprochen.

Quelle: RP
 
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