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Kreis Mettmann
Schüler lernen Berufe beim Kreis Mettmann kennen

Kreis Mettmann: Schüler lernen Berufe beim Kreis Mettmann kennen
Peter hat in der Kreiskantine Zwiebeln geschält. FOTO: Kreis ME
Kreis Mettmann. Schon eine Idee, welcher Beruf es später sein soll? Nein? Kein Problem - die Palette der Jobmöglichkeiten und Berufszweige gestaltet sich differenzierter denn je. So ist das auch in der Kreisverwaltung.

Bei über 1.400 Mitarbeitern fallen unzählige Aufgaben aus den unterschiedlichsten Arbeits- und Fachbereichen an. Einen kleinen Einblick haben rund 20 Jungen und Mädchen aus der siebten bis neunten Klasse beim bundesweiten Girls' und Boys' Day erhalten. "Es gibt so unglaublich viele Ideen für Berufe", freute sich Kreisdirektor Martin Richter über die vielen neugierigen Gesichter bei der Begrüßung, "Ihr könnt hier heute Begeisterung für Dinge entwickeln, an die ihr gestern noch gar nicht gedacht habt." Und vor allem in Bereichen, die für das jeweilige Geschlecht nicht unbedingt typisch sind. "Wir brauchen Frauen an allen Stellen, an denen bis jetzt nur Männer waren; und Männer, wo bis jetzt nur Frauen waren. Wir müssen unsere Schranken im Kopf aufmachen."

Charlotte, Dahlia und Monja haben sich deshalb Laborkittel geschnappt und im Amt für Verbraucherschutz viel über Lebensmittelchemie und -kontrollen gelernt. Wie werden die Werte überprüft, die auf einem Mineralwasserflaschenetikett angegeben sind? Wie werden Fette analysiert? Was passiert, wenn eine genommene Probe aus dem Supermarkt nicht in Ordnung ist? Zwischen Laborbesichtigung, Periodensystem und Gutachtencheck durften die Mädchen auch selbst experimentieren und zum Beispiel den Stärkegehalt unterschiedlicher Lebensmittel bestimmen. Cheyenne, Sofia, Laura und Merle waren einen Tag lang beim Umweltamt und dort in der Abteilung Wasserwirtschaft. Hier ist sowohl ökologisches als auch technisches Wissen gefragt. Vor allem in den Themenbereich Hochwasserschutz sind die Mädchen tiefer eingestiegen und haben mit so genannten Risiko- und Gefahrenkarten Risikogewässer im Kreis gesichtet. Dazu gibt es auch einen Managementplan: Wie kann man das Risiko für Menschen verringern, die direkt an solch einem Risikogewässer wohnen? In der Wasserwirtschaft sind sehr viele Bereiche miteinander verknüpft, die in diesem Managementplan beachtet werden müssen. Bei Hochwasser geht es auch um Versicherungen, Katastrophenschutz, Land- und Forstwirtschaft und um das Schützen von Natur und Kulturgütern.

Während die Mädchen in naturwissenschaftlichen Fachbereichen unterwegs waren, hat es Peter in die Kantinenküche verschlagen. Auch vor einem Zwiebeln, der geschält werden muss, machte sein Enthusiasmus keinen Halt. Peter kocht gerne und hat im Internet gelesen, dass er in der Kantine des Kreises seinen Boys' Day absolvieren kann.

Quelle: RP
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