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Comeback: Neuenhofens Erfahrung bringt Mettmann weiter

Lokalsport: Comeback: Neuenhofens Erfahrung bringt Mettmann weiter
Noch eine Seltenheit: Kim Neuenhofen (mit Ball) traut sich zu, die Mettmanner Handballer auch im Angriff weiterzubringen. FOTO: Stephan Köhlen
Mettmann. Der Routinier, der bereits mit dem Handball aufgehört hatte, gibt der jungen Mannschaft des Oberligisten viel Halt. Von Erdinc Özcan-Schulz

Trotz seiner mittlerweile 37 Jahre darf Kim Neuenhofen als der Königstransfer des Handball-Oberligisten Mettmann-Sport gelten. Schließlich bringt der Wuppertaler eine ganze Menge Erfahrung mit - die im Team von Trainer Jürgen Tiedermann angesichts der zahlreichen Abgänge und der jungen Zugänge gefehlt hatte. "Zumindest für die Abwehrformation ist er es auf jeden Fall. Mit ihm als Abwehrchef können wir ja unser bewährte Deckung beibehalten", betont Markus Flieter. Der Co-Trainer des Tabellensiebten ist fest davon überzeugt, dass der Routinier den Mettmanner enorm hilft.

Es war allerdings Zufall, dass sich der Ex-Profi, der eigentlich vor zwei Jahren aufgehört hatte, für ein Comeback in Mettmann entschied. Neuenhofen stand kurz davor, einen Vertrag in Derschlag zu unterschreiben - wo er sich in den Wochen zuvor fit gehalten hatte. Doch dann ließ sich der gebürtige Burscheider von seinem Kumpel Christian Hartung (Trainer der Mettmanner Reserve) zu einem Trainingsbesuch in Mettmann überreden. "Unsere Frauen sind sehr gut befreundet. Da hat der Christian das wohl mitbekommen, dass ich wieder spielen will - und den Kontakt hergestellt. Nach den ersten Einheiten habe ich mich dann für Mettmann entschieden, weil es auch von der Fahrerei her einfacher ist", sagt der Linkshänder, dessen Frau Sabrina an der Entscheidung mitgewirkt hat.

Obwohl er bisher fast ausschließlich in der Deckung zum Einsatz kam, sieht Neuenhofen noch andere Möglichkeiten. "Klar traue ich mir zu, der Mannschaft im Angriff zu helfen", erklärt der Routinier, der sich in der Zeit ohne Handball auf Waldläufe verlegte. Geprägt wurde seine Spielweise viel durch die ehemaligen russischen Spitzenspieler, unter denen Neuenhofen im Bergischen trainierte. "Mike Wassiljev hat mir die konsequente Deckungsarbeit eingeimpft. Boris Kogut als Linkshänder konnte mir besonders für den Angriff gute Tipps geben", erzählt der Bundesligaerfahrene Neuenhofen. Er machte kein Geheimnis daraus, von der "alten russischen Schule" beeinflusst zu sein.

Die Zusammenarbeit mit vielen Spitzenkräften scheint zudem die Motivation des Lageristen beeinflusst zu haben. "Wenn ich spiele, will ich auch gewinnen", betont der sonst ruhige Vertreter, der auf dem Feld durchaus laut werden kann. Niederlagen seines Teams ärgern ihn grundsätzlich. "Bis auf Dinslaken waren die Pleiten vermeidbar", findet Neuenhofen. Bei optimalem Saisonverlauf traut er dem Team zu, unter den ersten Fünf der Oberliga zu landen. Mit einem "Kim the Rock" in der Deckung muss das keine Träumerei sein.

Quelle: RP
 
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