| 00.00 Uhr

Handball
Dezimiertes TBW-Team behält weiße Weste

Sg. Die Wülfratherinnen führen die Handball-Oberliga mit vier Punkten Vorsprung auf die Verfolger an. Von Birgit Sicker

Überruhr - TB Wülfrath (Frauen) 19:20 (10:9). Der Jubel der TBWHandballerinnen nach dem Abpfiff war riesig. "In Anbetracht der personellen Lage konnte man im Vorfeld nicht mit einem Erfolg rechnen", stellte Lars Faßbender fest. Denn neben Torfrau Lea Watermeier und Kristin Meyer fielen in Essen auch die Top-Werferinnen Paula Stausberg und Lena Heider aus. Wülfraths Trainer gab deshalb das Ziel aus: "Wir wollen Überruhr unter 23 Toren halten."

Dank einer phänomenalen Abwehrleistung gelang das Unterfangen. Zugleich legte der Oberliga-Spitzenreiter damit die Basis für den achten Sieg in dieser Saison. Dabei lagen die Gäste schnell in Front. Daria Blume (3) und Lisa Sippli sorgten für die 4:1-Führung nach vier Minuten. In der Folge setzte sich das Faßbender-Team sogar auf 7:2 (13.) ab. Dann aber musste Kirsten Buiting, die den Part im linken Rückraum übernahm, verletzt vom Feld. "Dadurch kam ein Bruch ins Spiel", analysierte Faßbender. Überruhr fand nun besser in die Partie, markierte fünf Treffer in Folge zum 7:7 (21.). Sippli brach den Bann und traf zum 8:7 für den TBW, doch die Gastgeberinnen egalisierten postwendend und hatten zur Pause mit 10:8 die Nase vorne. In dieser Phase vermochten die Wülfratherinnen die Ausfälle nicht zu kompensieren. Die Abwehr stand über weite Strecken gut, hatte aber Probleme, das Essener Kreisspiel zu unterbinden. Und im Angriff mangelte es an der notwendigen Durchschlagskraft.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Duell hart umkämpft. Stefanie Hinnerkott brachte den TBW erstmals wieder mit 15:14 (42.) in Front. Doch immer wieder warfen die Gäste kleinere Verletzungen aus der Bahn. So mussten in der harten, aber nie unfairen Partie zwischenzeitlich Sippli, Julia Steinhausen und Hinnerkott angeschlagen vom Feld. Doch in der Deckung leisteten die Wülfratherinnen Schwerstarbeit, schöpften ihre Kraft auch aus der Ruhe, die die erfahrene Sabine Naßenstein im Tor an den Tag legte. Greta Schiffmann, die aus der zweiten Mannschaft in den Oberliga-Kader rückte, hielt zudem einen Siebenmeter. Nach dem 18:18 sorgten Sippli und Johanna Buschhaus mit den Treffern zum 20:18 (56.) für den entscheidenden Vorsprung.

TB Wülfrath: Naßenstein, Schiffmann - Sippli (4), Gipperich (1), Hinnerkott (2), Steinhaus (1), Blume (6), Ackermann (3/3), Skafar, Buiting (1), Buschhaus (1).

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Handball: Dezimiertes TBW-Team behält weiße Weste


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.