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Handball
ME-Sport blickt auf die Oberliga

Mettmann. Die Mettmanner Handballer wollen im Aufstiegsrennen der Verbandsliga kräftig mitmischen. Eine eingespielte Truppe und die Verstärkung des Rückraums durch Andre Loschinski sind die wesentlichen Trümpfe. Von Birgit Sicker

In vier Tagen starten die Handballer von Mettmann-Sport in die Verbandsliga. Und die Mannschaft von Jürgen Tiedermann kann es kaum erwarten, nach einer intensiven Vorbereitung endlich wieder um Punkte zu kämpfen. Der Vizemeister der vergangenen Spielzeit gönnte sich im Sommer lediglich eine fünfwöchige Pause, trainierte danach aber bis jetzt durch. "Das ist sicher eine lange Zeit, aber hier holen wir uns jedes Jahr die Körner für eine Saison", sagt Jürgen Tiedermann. Der ME-Sport-Coach betont: "Ich bin ein Freund davon, dass Training nicht zu unterbrechen und dadurch jeden Spieler fit zu bekommen - egal, ob es Fehlzeiten wegen Urlaub, Verletzung, Studium oder Beruf gibt."

Eine Marschroute, die sich schon in der vergangenen Verbandsliga-Runde bewährte. Zwar hatte die Mannschaft in der letzten Phase der Vorbereitung einen zweiwöchigen Hänger, doch durch das Trainingslager und die guten Ergebnisse in den Testspielen gegen den TV Oppum und den OSC Rheinhausen tankte das Team neues Selbstvertrauen. Zugleich zeigte sich aber, dass die Mettmanner noch am Zusammenspiel feilen müssen, um die Neuen optimal zu integrieren. "In der Abwehr müssen wir noch mehr kommunizieren - gerade die Absprache mit den Torhütern klappt nicht immer", konstatiert Tiedermann. Mit Kamil Bily, Matthias Piecuch und Kai Hachmann hat er gleich drei Keeper zur Verfügung. "Da stehe ich vor einer schweren Entscheidung", gesteht Tiedermann vor dem Saisonauftakt.

Während sich der zweitliga-erfahrene Andre Loschinski (30) auf Anhieb als die gewünschte Verstärkung erwies, muss der 22-jährige Vincent Widera noch die Laufwege in seinem neuen Team verinnerlichen. Beiden traut Markus Flieter jedoch eine tragende Rolle zu. "Gerade Andre bringt noch mehr Qualität in den Rückraum", unterstreicht der Co-Trainer.

An der Zielsetzung des letztjährigen Vizemeisters lässt Tiedermann keinen Zweifel: "Wir wollen ganz klar die Aufstiegsränge erreichen." Doch der Mettmanner Chefcoach warnt: "Die Saison ist absolut kein Selbstläufer. Es gibt genügend Mannschaften, die sich verstärkt haben." Aufgrund der Einführung der Nordrheinliga als zukünftig vierter Liga steigen voraussichtlich drei Teams aus der Verbandsliga in die Oberliga auf. "Nach dem letztern Jahr ist es doch ganz klar, dass wir einen dieser Plätze einnehmen wollen", ergänzt Flieter, der in dieser Saison auch den LTV Wuppertal, den TuS Lintorf und den TV Angermund auf der Rechnung hat.

Die Ausgeglichenheit des Kaders nennt das Trainergespann als wesentlichen Trumpf von ME-Sport. Denn zumindest in der Hinrunde sind alle Positionen mindestens zweifach besetzt. Danach allerdings fallen Sören Falkenberg und Jonas Isenburg studienbedingt aus.

Die ersten drei Begegnungen in diese Saison zeigen den ambitionierten Mettmannern die Richtung an. "Hoffentlich beginnen wir nicht zu nervös. Natürlich wollen wir mit 6:0 Punkten starten - das kann aber auch in die Hose gehen", sagt Flieter. Zum Auftakt gibt am Samstag (18.30 Uhr) der TV Angermund seine Visitenkarte in der Halle Herrenhaus ab. "In diesem Heimspiel möchten wir uns natürlich von unserer besten Seite zeigen und wir werden sehen, wo wir tatsächlich stehen", erklärt Tiedermann. Danach folgt der Auftritt beim TV Ratingen. "In der Nachbarschaft hatten wir in den letzten beiden Jahren immer eine harte Nuss zu knacken", weiß der ME-Sport-Trainer. Und bevor es wegen der Herbstferien in eine dreiwöchige Pause geht, kommt mit dem Niederbergischen HC ein Aufsteiger - für die Mettmanner ein unbekannter Gegner.

Quelle: RP
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