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Handball
ME-Sport steht unter Zugzwang

Handball: ME-Sport steht unter Zugzwang
Karsten Mühlenhaupt kann heute nicht spielen, da er seine eigene Hochzeit feiert. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Der Aufsteiger will heute in eigener Halle seine Negativserie in der Handball-Oberliga beenden. Dafür muss das erneut dezimierte Team von Jürgen Tiedermann aber vor allem seine Fehlerquote minimieren. Von Erdinc Özcan-Schulz

Mettmann-Sport - SV Neukirchen. Wann die ME-Sport-Handballer zuletzt vier Begegnungen in Folge keinen Sieg eingefahren haben, daran kann sich kaum ein Fan der Mannschaft erinnern. In der Tat ist es lange her. Zuletzt gab es in der Saison 2011/12 eine ähnliche Negativserie, an deren Ende der Klub auch den schweren Weg in die Verbandsliga beschreiten musste.

Trotzdem wäre es falsch, zwischen den beiden Situationen Parallelen zu ziehen. Damals führten neben der fehlenden Qualität im Team auch die Unruhen im Umfeld der Truppe zu den negativen Ergebnissen. In dieser Spielzeit dagegen ist es die Verletztenmisere, die einfach nicht abreißen will, die der Mannschaft von Trainer Jürgen Tiedermann zusetzt.

Auch in der heutigen Partie (18.30 Uhr, Herrenhauser Halle) gegen den SV Neukirchen hat der Mettmanner Chefcoach bei der Aufstellung kaum Variationsmöglichkeiten. Denn gegen den Oberliga-Achten muss ME-Sport neben Christian Kruse, Jan Schirweit und Tim Wittenberg auch auf Karsten Mühlenhaupt verzichten. Wenigstens hat Letzterer einen guten Grund für sein Fehlen - während die anderen auf dem Parkett stehen, feiert Rückraumspieler Mühlenhaupt seine Hochzeit. Dazu macht die Genesung von Vincent Widera und Marc Hellbeck nur langsame Fortschritte.

"Wir hoffen in dieser schwierigen Phase auf die Unterstützung unserer Fans", unterstreicht Tiedermann, wie wichtig die eigene Anhängerschaft im Kampf um Punkte ist. Der Trainer verspricht, dass sein Team alles geben wird, beide Zähler in der heimischen Halle zu behalten. Allerdings müssen die Mettmanner gegen die routinierten Gäste um ihren bundesliga-erfahrenen Spielertrainer Jörg Förderer unbedingt die Fehler der vergangenen Woche minimieren oder besser noch ganz abstellen.

Tiedermann weiß, dass sein Team nur über eine gute Abwehrleistung eine Chance hat, die Begegnung zu gewinnen. Dazu muss der Spielfluss der besonders im Spiel Eins-gegen-Eins starken Neukirchener Rückraums unterbunden werden. Dann könnte ME-Sport nach dem Teilerfolg in der vergangenen Woche nun vielleicht einen Erfolg feiern. Denn die Serie ohne Sieg hält nach dem Geschmack der Mettmanner Handballfreunde schon viel zu lange an.

Quelle: RP
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