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Handball
Mettmanner präsentieren sich wie ein Spitzenteam

Mettmann. Die Mannschaft von Jürgen Tiedermann fegt den Verbandsliga-Rivalen Kettwiger SV aus dem Herrenhaus. Von Erdinc Özcan-Schulz

Mettmann-Sport - Kettwiger SV 47:33 (23:13). Erstmals seit langem präsentierte sich Mettmann-Sport wie eine Spitzenmannschaft, die sie auch sein will. Von Beginn an zündete das Team des Trainergespanns Jürgen Tiedermann und Markus Flieter ein wahres Angriffsfeuerwerk ab. Gerade mal mit neun einsatzfähigen Feldspielern auf der Bank, begeisterte der Gastgeber seine Anhänger mit einer kompakten Abwehr, tollen Anspielen an den Kreis und unnachahmlichem Tempohandball.

Als liefen die letzten Sekunden einer auf des Messer Schneide stehenden Begegnung, warf sich beispielsweise Jan Schirweit wie in einem 100-Meter-Freistil-Schwimmbecken nach dem im Raum liegenden Ball und bediente vom Boden aus den loslaufenden Christian Kruse, der zum 3:0 einnetzte. Schirweit kassierte für seine - zugegebenermaßen lustig aussehende Aktion - neben Gelächter auch tosenden Beifall. Genau diese Geste zeigte allerdings, mit welchem Willen der Tabellenvierte ans Werk ging. Besonders in der Anfangsphase brillierten Andre Loschinski und Tim Wittenberg, die in der Abwehr wie im Angriff die Fäden zogen. Neben gekonnten Abschlüssen bewiesen beide das Auge für den freien Mann und brachten ihre Mannschaft schnell mit 5:1 (5.) in Front.

Eine kurze Mettmanner Verschnaufpause zeigte, wie gefährlich die Gäste mit ihrem überragenden Rückraumakteur Moritz Brix sind, denn die Kettwiger schlossen sofort zum 5:6 6:5 (10.) auf. Danach ließen die ME-Sport-Handballer die nächste Angriffswelle folgen und zogen wieder auf 12:6 (15.) davon. Der gerade aus dem Kurzurlaub zurückgekehrte Matthias Piecuch zeigte sich nicht nur richtig erholt, sondern auch hellwach. Rund 28 zum Teil schwere Bälle, darunter zwei Siebenmeter, entschärfte der Torhüter und kassierte oft Sonderapplaus. Gelegenheit zu diesen Paraden bekam der Mettmanner Keeper vor allem nach der Pause. Denn da ließ die Konzentration im Deckungsverband von ME-Sport etwas nach. Lediglich Loschinski spielte trotz Schmerzen weiter gut auf.

"Ich bin zufrieden", bilanzierte Jürgen Tiedermann kurz und bündig. Der ME-Sport-Coach genoss den Sieg und freute sich mit seiner in den vergangenen Wochen nicht immer glücklich agierenden Mannschaft. "Heute haben wir gezeigt, was wirklich in uns steckt", sagte er. Ein besonderes Lob erhielten die beiden Außen Christian Kruse und Thomas Mandlik, hatten diese mit ihrem Laufpensum doch großen Anteil an der Torflut der Mettmanner. Mit dieser Vorstellung machte das Tiedermann-Team Werbung für das Derby am kommenden Samstag in Wülfrath. Mit ihrem Engagement haben sie sicherlich den einen oder anderen Fan mehr überzeugt, die Truppe auch im Lokalduell zu unterstützen.

ME-Sport: Piecuch, Hachmann - Ehlhardt (7), Loschinski (8), Mohrmann (4), Kruse (6), Schirweit (2), Widera (2), Wittenberg (4), Mandlik (8), Munkel(5).

Quelle: RP
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