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Handball
TB Wülfrath ist derzeit übermächtig

Handball: TB Wülfrath ist derzeit übermächtig
Lena Heider trumpfte gerade in der Anfangsphase der Partie gegen Neuss stark auf. FOTO: Olaf Staschik
Tb. Mit dem Erfolg über den Neusser HV feierten die TBW-Handballerinnen den neunten Sieg in Serie und behaupten damit weiter ungeschlagen die Oberliga-Spitze. Verfolger St. Tönis hat bereits vier Punkte Rückstand. Von Birgit Sicker

Wülfrath - Neusser HV (Frauen) 38:26 (18:15). Auch die Mannschaft des Neusser HV brachte den Oberliga-Spitzenreiter nichts ins Stolpern. Lediglich eine Halbzeit lang hielten die Gäste die Begegnung in der Wülfrather Fliethe-Halle offen. Dann aber drehten die TBW-Handballerinnen auf und fuhren den neunten Sieg im neunten Meisterschaftsspiel ein. Eine Bilanz, die Lars Faßbender strahlen lässt. "Im Moment sieht es sehr gut aus", sagt der Wülfrather Trainer. Für Faßbender ist klar: "Jetzt wollen wir natürlich oben bleiben."

Beim letztlich souveränen Erfolg profitierten die Gastgeberinnen auch davon, dass Neuss nur eine Feldspielerin als Ersatz auf der Bank sitzen hatte. Dennoch tat sich der Tabellenführer zunächst schwer, lag anfangs mit 0:1 und 1:2 zurück. Per Siebenmeter glich Lena Heider zum 2:2 (5.) aus - es war zugleich ihr zweiter von am Ende sechs Treffern. Johanna Buschhaus erhöhte auf 3:2, Heider legte das 4:2 (7.) nach. Eine beruhigende Führung erarbeiteten sich die TBW-Handballerinnen in der Anfangsphase aber nicht, vielmehr glichen die Gäste wieder zum 5:5 (9.) aus. Erst danach setzten sich die Wülfratherinnen kontinuierlich ab, zogen über 8:5 (12.) und 10:6 (14.) auf 14:9 (21.) davon. Bis zur Pause verkürzten die Neusserinnen den Abstand allerdings wieder auf drei Tore.

"Dass der Sieg am Ende so deutlich ist, kam doch überraschend", sagte Lars Faßbender nach einer Halbzeit mit Höhen und Tiefen. Der TBW-Trainer stellte fest: "Neuss hat mit seinem kleinen Kader kämpferisch alles gegeben. Wir waren dagegen oft einen Schritt zu langsam oder haben nicht die richtigen Entscheidungen getroffen." Doch vor rund 150 Zuschauern in der Fliethe-Halle vermochte sich seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel erheblich zu steigern. In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit zogen die Wülfratherinnen von 20:18 (34.) auf 27:20 (45.) davon. Das bedeutete die Vorentscheidung. Den Sieben-Tore-Vorsprung verteidigte der TBW in der Folge, hatte am Ende sogar mit acht Treffern die Nase vorn.

Ganz zufrieden war Faßbender im Rückblick aber nicht. "Mich haben die 15 Gegentore in der ersten Halbzeit gestört. Wir haben uns in der Abwehr auch Ziele gesetzt, die wir nicht so gut umgesetzt haben", gestand der TBW-Trainer, fügte dann aber lachend hinzu: "Das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau." Denn letztlich spielte seine Mannschaft die Trümpfe Schnelligkeit, bessere Fitness und breiter Kader gewinnbringend aus. Nächsten Samstag trifft der Spitzenreiter auf den Vorletzten Straelen.

Quelle: RP
 
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