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Basketball
TuS-Basketballer hadern mit umstrittener Schiri-Entscheidung

Mettmann. Aufbauspieler Dominik Polynice muss im Duell der 2. Regionalliga in der entscheidenden Phase mit Foulhöchstzahl vom Feld. Von Elmar Rump

Barmer TV - TuS Hilden 74:65 (41:31). Sie haben viel investiert, wurden am Ende aber nicht belohnt. Deshalb wollte Cem Karal, der Spielertrainer des TuS, seiner ersatzgeschwächten Formation nach dem Derby in der 2. Basketball-Regionalliga beim Tabellendritten auch keinen Vorwurf machen. "Bis zur vorletzten Minute waren wir richtig gut im Spiel und trotz unseres kleinen Kaders ein absolut gleichwertiger Gegner", betonte der 37-Jährige nach der Schlusssirene.

Mit entscheidend war ein technisches Foul gegen Dominik Polynice bei seinem Korberfolg zum 63:66 (38.). "Dominik soll in dieser Situation beim Wurf angeblich ein gegnerisches Foul provoziert haben. Die Schiedsrichter haben das als Unsportlichkeit ausgelegt. Die Folge war das vierte Foul und ein von Dario Fiorintino verwandelter Freiwurf zum 67:63 für Barmen", erinnert sich Karal an die umstrittene Szene und ergänzte in Richtung Schiedsrichtergespann: "So eine seltsame Entscheidung muss man kurz vor Schluss und in einer solch wichtigen Phase nicht treffen."

Kaum eine Minute später war für den einzigen Aufbauspieler der Hildener nach dem fünften Foul frühzeitig Feierabend. "Eine Schwächung, die wir dann nicht mehr verkraften konnten und die auch letztlich die Partie entschied. Das Ergebnis ist am Ende deutlicher, als es der Spielverlauf widerspiegelt", schlussfolgerte Cem Karal, der den aus privaten Gründen erst kurz vor Spielbeginn angekommenen Jörg Holtz nur in wenigen Phasen einwechselte.

Die daher nur mit sieben vollwertigen Kräften angetretenen Hildener fanden anfangs gut ins Spiel. Ihr Ex-Kollege Björn Klaas (insgesamt 12 Punkte), mit Sebastian Kremer (18), Dario Fiorentino (16) sowie Daniel Walter (14) bester Werfer der Wuppertaler, sorgte zunächst für die 2:0-Führung. Doch der TuS drehte jeweils durch vier Punkte von Marten Dahlhaus und Michael Mulde sowie dem Zweier von Karal den Spieß zum 10:4 herum. Dann hatte Barmen einen 9:0-Lauf und Mulde konterte per Dreier zum 13:13. Nach zehn Minuten führten die Wuppertaler mit 21:18. Und legten im zweiten Durchgang nach dem 23:23 (12.) mit zehn Punkten in Serie den Grundstein zur 41:31-Halbzeitführung.

Im dritten Viertel verkürzten die Gäste mit zehn Punkten hintereinander auf 43:45 (27.). Nach 30 Minuten war durch den Dreier von Karal kurz vor dem Ende des Viertels zum 52:55 immer noch alles offen. Genauso wie acht Minuten lang der vierte Spielabschnitt. Polynice und Merckens stellten gleich mal auf 55:55 (31.). Später markierte der sich gemeinsam mit Dahlhaus ein Sonderlob verdienende Center Merckens acht Punkte in Serie für den TuS. Bis zum 59:59 (33.) waren die vorbildliche Moral beweisenden Gäste absolut auf Augenhöhe und wer weiß, wie die Partie zu Ende gegangen wäre, wenn Polynice hätte durchspielen können. "Dieser knappen Niederlage dürfen wir jetzt nicht lange nachtrauern. Wir haben uns nichts vorzuwerfen, sondern alles gegeben. Jetzt fokussieren wir uns auf die nächste Aufgabe gegen den Zweiten Deutzer TV", blickte Cem Karal schon auf den Saisonausklang vor heimischem Publikum am kommenden Samstag.

TuS Hilden: Polynice (7), Merckens (19), Dahlhaus (8), Kondraciewicz (2), Warnecke (5), Karal (17), Mulde (7), Holtz.

Quelle: RP
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