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Mönchengladbach
35 938 Gladbacher beziehen Hartz IV

Mönchengladbach. Um fast vier Millionen Euro sind die Ausgaben zur Sicherung des Lebensunterhaltes für Bürger aus Mönchengladbach im vergangenen Jahr gestiegen. Von Stephen Pieres

Dies zeigte der Jahresbericht 2009 der Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung (Arge), den diese jetzt veröffentlichte. "35 938 Einwohner beziehen in dieser Stadt Leistungen. Das ist jeder siebte Bürger", sagt Klaus Müller, Geschäftsführer der Arge. Der Anstieg resultierte vor allem durch die Erhöhung der Strom- und Gaspreise.

Neben der Sicherung des Lebensunterhalts ist eine wichtige Aufgabe der Arge die Hilfe beim Eintritt in den Arbeitsmarkt. "Durch verschiedene Maßnahmen, wie etwa Fortbildungen oder Umschulungen, wollen wir den Leuten helfen, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Für solche Maßnahmen wurden 34,7 Millionen Euro investiert", erklärt Müller. Die Ausgaben in diesem Bereich sind seit der Gründung der Arge vor fünf Jahren enorm gestiegen. 2005 wurden hier noch 7,5 Millionen eingesetzt. Müller betont die Relevanz der Maßnahmen. "Wir versuchen unsere Kunden gezielt zu qualifizieren und dadurch die Chancen auf Arbeit zu steigern. Dabei sind wir schon schnell, wissen aber, dass wir noch schneller werden können."

Für dieses Jahr plant die Arge mit Ausgaben von 36 Millionen Euro im Bereich der Eingliederungsmaßnahmen. "Bislang sind uns 30 Millionen Euro zugesagt. Wenn wir nur die erhalten, werden wir auch damit zurechtkommen." Allerdings steht 2010 noch eine wichtige Entscheidung an, die die Arbeit der Arge beeinflussen kann. Der Gesetzgeber muss bis Ende des Jahres eine Neuregelung der Harzt-IV-Verwaltung erlassen, da die Zusammenlegung von Bund und kommunalen Trägern in der Arge verfassungswidrig ist.

Das könnte zu einer Trennung der beiden Verwaltungen führen. Mönchengladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude würde einen solchen Bruch bedauern. "Wir haben in über fünf Jahren eine Behörde geschaffen, die gut funktioniert", betont er die gelungene Zusammenarbeit. "Und wir möchten diese Struktur auch weiterhin beibehalten."

Quelle: RP
 
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