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Mönchengladbach
Angewandte Soziale Arbeit: Zehn Jahre Bürgerzentrum Belting-Treff

Mönchengladbach: Angewandte Soziale Arbeit: Zehn Jahre Bürgerzentrum Belting-Treff
Feierten mit (v.l.): Mechthild Greupner (Wir in Beltinghoven), Nicole Klösges (Projektbeauftragte), Reinhold Schiffers (Aufsichtsratsvorsitzender GWSG), Sigrid Verleysdonk-Simons (Projektleitung), Manuela Luhnen (stv. Bezirksvorsteherin) und Sigrun Hoevelmann (Sozial- und Quartiersmanagerin der GWSG). FOTO: HSNR
Mönchengladbach. Soziale Arbeit in der Theorie erlernen ist das eine. Das andere ist die Anwendung, die Studierende am Fachbereich Sozialwesen seit zehn Jahren im Bürgerzentrum Belting-Treff lernen. Das Bürgerzentrum ist im Stadtteil Beltinghoven verankert, wo es vor zehn Jahren noch zahlreiche Leerstände gab. Heute sind die Leerstände passé, zum zehnjährigen Geburtstag des Belting-Treffs hoben die Politiker den Leuchtturmcharakter der gelungenen Quartiersarbeit hervor.

Bürgermeister Ulrich Elsen wünschte dem Belting-Treff in seinem Grußwort zehn weitere erfolgreiche Jahre. Reinhold Schiffers, Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft (GWSG), lobte die Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein. 2007 standen zehn Prozent der 270 Wohnungen in Beltinghoven leer, heute sind alle Wohnungen bewohnt. Auch das am Ende ein Ergebnis erfolgreicher Quartiersarbeit.

Dabei war die Erfolgsgeschichte Belting-Treff so im Jahr 2007 nicht absehbar gewesen. Damals schloss der Drogeriemarkt am Bertolt-Brecht-Platz. Der Geschäftsführer der GWSG kontaktierte Prof. Dr. Engelbert Kerkhoff von der Hochschule Niederrhein und bot dem damaligen Leiter des Kompetenzzentrums REAL den Drogerie-Markt für einen "Bürger-Treff" an. Zusammen mit der Sozialarbeiterin und Gerontologin Sigrid Verleysdonk-Simons startete Kerkhoff das Projekt "Geborgenheit in Balance".

"Das Projekt verfolgte das Ziel, die Lebens- und Wohnqualität im Quartier zu verbessern und eine Balance zwischen unterschiedlichen Zielgruppen im Quartier herzustellen. Zwischen Jung und Alt, zwischen langjährigen Bewohnern und neu Hinzugezogenen, zwischen unterschiedlichen Kulturen, zwischen Hilfebedürftigen und Helfern", berichtet Sigrid Verleysdonk-Simons, die den Belting-Treff seit zehn Jahren begleitet. Ihr Resümee: "Beltinghoven war ein abgehängter Stadtteil, jetzt gibt es dort ein viel besseres Wohnklima."

Bisher haben sich mehr als 200 Studierende des Studiengangs Sozialwesen in diversen Projekten in den Belting-Treff eingebracht und für einen ständigen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis gesorgt. Nicole Klösges, die als Studentin die ersten Angebote begleitete, ist heute als Sozialarbeiterin Projektbeauftragte des Belting-Treffs. 2013 war mit der Gründung des Vereins "Wir in Beltinghoven" ein weiterer Meilenstein erreicht. Die Hochschule Niederrhein wird das Projekt auch in den nächsten Jahren über die Arbeit von und mit Studierenden unterstützen.

Quelle: RP
 
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