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Mönchengladbach
Anwohner genervt von Unkraut

Mönchengladbach. An der Broicher Straße wuchert das Unkraut nur so. An manchen Stellen können nicht mal mehr zwei Personen nebeneinander laufen. Von Nicole Scharfetter

Paul Roemer hat die Faxen dicke. Seit Wochen beschwert er sich über das viele Unkraut, das an der Broicher Straße auf dem Bürgersteig wuchert. "An manchen Stellen können nicht mal mehr zwei Schulkinder nebeneinander laufen", sagt der Anwohner. Schon vor dem Schützenfest im Mai hatte sich Roemer bei Bezirksvorsteher Arno Oellers beklagt - das Unkraut gebe doch kein schönes Bild ab, schon gar nicht für die Schützen, die dort ziehen.

"Man kennt sich hier", sagt Roemer. Bei einem Bier spreche man dann solche Dinge auch an. Aber glücklich ist Roemer nicht. Zwar habe der Bezirksvorsteher mehrfach bei der GEM angerufen, sagt der Anwohner - einmal sei auch Unkraut aus dem Rinnstein entfernt worden. Und der Wildwuchs die Böschung runter zum Knippertzbach. "Dann hätte man doch auch gleich auf der anderen Seite des Geländers das Unkraut wegmachen können", findet Roemer.

So einfach ist das aber nicht. Für den Gehweg und den Rinnstein ist die Stadt zuständig, für alles hinter dem Geländer der Schwalmverband. "Dass Zuständigkeiten verteilt werden, sei nicht ungewöhnlich", sagt Heiko Heisters, Bezirksverwaltungsstellenleiter. Ihm ist das Problem bekannt, man habe schon Kontakt aufgenommen mit der Stadtverwaltung und dem Schwalmverband. "Auch Herr Oellers ist nicht glücklich über die Situation", weiß Heisters. Sobald der Bezirksvorsteher wieder aus dem Urlaub zurück ist, wird es einen Ortstermin geben. Am 19. November will er sich mit Ralf Krücken, Abteilungsleiter im Fachbereich Tiefbau und Stadtgrün, und einem Vertreter des Schwalmverbands an der Broicher Straße treffen.

"Aber", sagt Heiko Heisters, "im Gesamtverlauf des Bachs sind auch einige Anwohner in der Pflicht." Dorfschmied Johannes Kames zum Beispiel, hat früher immer selbst das Unkraut entfernt. Obwohl er Straßenreinigungsgebühren zahlt. "Den Grünabfall habe ich dann in den Bach geworfen", erzählt er. Irgendwann soll es von der Stadt Ärger gegeben haben, "dann hab ich es gelassen", sagt Kames, der sich nun über den Schwalmverband wundert. Die letzten Grünabfälle seien nämlich auch im Knippertzbach gelandet, "es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Weiher ausgehoben werden muss", fügt Paul Roemer hinzu.

Wie Stadtsprecher Wolfgang Speen berichtet, soll das Unkraut in der kommenden Woche beseitigt werden. "Die Zuständigkeit ist aufgeteilt, weil der Schalmverband sich nun mal um Gewässer und Böschung kümmert", sagt Speen. Das sei ganz normal und werde in vielen anderen Städten auch genau so praktiziert.

Quelle: RP
 
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