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Mönchengladbach
Die Stadt zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen

Mönchengladbach. Schläge, Demütigung, aber auch psychischer Missbrauch und Gewalt gehören immer noch auch in Deutschland in manchen Beziehungen zum Alltag. Über 100.000 Frauen wurden im vergangenen Jahr Opfer häuslicher Gewalt (die RP berichtete).

Der 25. November ist seit 1981 ein Tag, an dem Menschenrechtsorganisationen wie Terres des Femmes Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Mönchengladbach beteiligt sich gemeinsam mit der Frauenberatungsstelle, beiden Frauenhäusern und der Polizei (zusammengeschlossen im Arbeitskreis "Gegen Gewalt in Beziehungen") an einer Kampagne von Terres des Femmes. An städtischen Verwaltungsgebäuden, bei der Polizei und an der Hochschule werden Fahnen mit der Aufschrift "Nein zu Gewalt an Frauen - frei leben - ohne Gewalt" gehisst. Damit möchte die Stadt klar ihre Unterstützung zeigen.

"Gewalt an Frauen ist immer ein aktuelles Thema", sagt Silvia Henke von der Frauenberatungsstelle und führt weiter aus: "Es gibt Erfolge, wie das im Juli 2016 in Deutschland neu verabschiedete Sexualstrafrecht." Die Kampagne "Nein heißt Nein!", zu der sich bundesweit Frauen, Verbände und Institutionen zusammenschlossen, habe zu diesem Erfolg geführt. "Somit wird erstmals der sexuellen Selbstbestimmung der Frau in einem Gesetz Rechnung getragen." Monika Hensen-Busch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, ergänzt: "Der Arbeitskreis fordert zum Aktionstag die dauerhafte Absicherung der Arbeit von Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern."

(juz)
 
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