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Grabeskirche in Mönchengladabch Günhoven
Einsegnung der Grabeskirche mit 1000 Urnenplätzen

Grabeskirche in Mönchengladabch Günhoven: Einsegnung der Grabeskirche mit 1000 Urnenplätzen
Die Grabeskirche in Günhoven ist fertig und wurde am Samstag eingesegnet: 350 der knapp 1000 Urnenplätze sind bereits verkauft. Die Kirche heißt schlicht „Grabeskirche“. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. Nach monatelangen Umbauarbeiten war es am Samstag so weit: Die Gemeinde der Grabeskirche St. Matthias lud zur Einsegnung und Einweihung des restaurierten Gotteshauses mit der Messe "Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht". Von Florian Dahlmanns

Moderne Lampen, bleivergaste Isolierglasscheiben und ein gefliester Fußboden sind nur einige der neuen Errungenschaften neben den Naturstein-Verschlussplatten für die Urnen. "Vor zwei Jahren waren wir unsicher, ob sich dieses Projekt überhaupt realisieren lässt", sagt Geschäftsführer Thomas Arndt (49).

Neben der technischen und praktischen Umsetzung des Projekts mussten auch die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen werden: "Das Bistum Aachen hat uns grünes Licht für den Bau erteilt, die entstehenden Kosten haben wir selber gestemmt", führt Arndt fort. Ersparnisse der Gemeinde, Spendengeld sowie der vorzeitige Verkauf von Urnengrabstätten ermöglichten dies. Insgesamt wurden bereits mehr als 350 von knapp 1000 Urnenplätzen verkauft, die sich rechts und links neben den Stufen zum Altarraum in Seitenwänden und in vier frei stehenden Stelen erstrecken.

Eine Selektierung der Urnenplätze gibt es indes nicht: "Bei den Stellplätzen für die letzte Ruhe gibt es keine VIP-Lounge", konstatiert Willy Theelen(53), der den Umbau von St. Matthias als zuständiger Innenarchitekt leitete. Eine Reservierung des gewünschten Standorts lässt sich jedoch für ein Entgelt von 100 Euro vereinbaren, auch aus der Kirche ausgetretene Verstorbene dürfen beigesetzt werden. Vergangene Woche wurden in Gedenkgottesdiensten über 20 Verstorbene zu ihren Plätzen in der Grabeskirche geleitet, die noch zu Lebzeiten eine Stätte erworben hatten. 20 weitere Verstorbene werden in den kommenden Tagen beigesetzt. Theelen: "Uns war wichtig, die Kirche freundlich und hell zu gestalten. Auch die innere und äußere Struktur des Gebäudes muss harmonieren."

Insgesamt haben mehr als 30 verschiedene Handwerksbetriebe seit Juli vergangenen Jahres an den Umbauarbeiten mitgewirkt. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes war die Kirche sehr gut besucht – neugierige Blicke und verhaltenes Stimmgewirr erfüllten den festlichen Raum. An Tod und Trauer erinnert an diesem Ort, der täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet ist, lediglich der Name: "Grabeskirche".

Quelle: RP
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