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Mönchengladbach
Gewalt an Grundschulen soll nachhaltig unterbunden werden

Mönchengladbach. Der Rotary Club zieht ein positives Zwischenfazit zum Projekt "Boxenstopp", das an 23 Gladbacher Grundschulen praktiziert wird. Von Sebastian Eussem

Auch wenn die Umfragen erst zu 65 Prozent ausgewertet sind, kann Dr. Johannes Grossmann vom Rotary Club Mönchengladbach ein positives Fazit ziehen"Wir können schon jetzt sagen, dass sich auf jeden Fall etwas getan hat." Gemeint ist die Umsetzung des vom Rotary Club unterstützten Projekts "Boxenstopp!", das in bislang 23 Grundschulen in Mönchengladbach umgesetzt wird. Wesentlicher Aspekt des Projekts ist dabei das Trainingsprogramm "Gewaltfrei lernen". Es beinhaltet verschiedene Elemente aus der Sport- und Sonderpädagogik, der Gewaltprävention und Meditation. Nach dem Start des Projektes vor anderthalb Jahren traf sich nun der Rotary-Club mit den Schulleitern der teilnehmenden Grundschulen, um über die bisherigen Erfahrungen zu diskutieren. Präsentiert wurde dabei auch die Auswertung einer Umfrage über die Erfolge des Projektes. Die Schulleiter sollten bewerten, ob und in welcher Form sich beispielsweise Hilfsbereitschaft, Handlungsfähigkeit bei Konflikten und der Umgang der Kinder bei Streitigkeiten verbessert habe. Beim Großteil der Fragen bescheinigten die Schulen eine Besserung der sozialen Kompetenzen. Beim gemeinsamen Austausch wurde deutlich, dass die Mönchengladbacher Grundschulen auch in Zukunft das Projekt fortführen wollen. Sybille Wanders, Botschafterin des Vereins "Gewaltfrei lernen" und Schulrätin Ursula Schroers-Dewies betonten, dass das "Boxenstop"-Projekt auf Nachhaltigkeit ausgelegt werden müsse. Dies sei vor allem bei Schulen in Brennpunkten unabdingbar.

Verbesserungsmöglichkeiten sahen die Schulen im Programm von "Gewaltfrei lernen" noch in einer stärkeren Einbeziehung der Eltern, sowie mehrfacher Wiederholungen des Programms für Schüler in der Einführungsphase.

Der Rotary-Club schaffte es durch den sogenannten "Global Grant", Fördergelder im Wert von 100 000 US-Dollar innerhalb der internationalen Organisation zu generieren. Außerdem haben sich 24 Unternehmen aus Mönchengladbach als Sponsoren beteiligt und das Projekt mit insgesamt 120 000 Euro unterstützt. Wie Dr. Grossmann betonte, suche man nun nach Wegen, das Projekt nachhaltig in der Stadt zu verankern.

Quelle: RP
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