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Mönchengladbach
Großer Abschluss der Fly-in-Saison am Flughafen

Mönchengladbach. Zum letzten Oldtimertag in diesem Jahr kamen besonders viele nostalgische Flugzeuge. Der Förderverein ist hoch zufrieden. Von Christian Lingen

Sie sind kleine Schätze, sehen einfach klasse aus, und ihre blubbernden Motoren sind Nostalgie pur. Beim Fly in am Gladbacher Flughafen zeigten sich gestern zum letzten Mal für dieses Jahr zahlreiche Oldtimer-Flugzeuge und versprühten ein Stück Lebensgefühl der 30er und 40er Jahre. Viele ältere Besucher kennen den Klang der Motoren noch aus ihrer Jugend. Und die Jüngeren sind fasziniert von so viel Technik. "Der Fly in wird klasse angenommen, wir sind sehr zufrieden. Das Interesse am Flughafen ist riesig, und jedes Mal kommen mehr Besucher", zog Ruth Witteler-Koch vom Förderverein des Flughafens Bilanz. Und das Interesse ist nicht nur bei den Besuchern groß.

"Die Oldtimertage sind einfach klasse", sagt Werner Mandel. Er war zusammen mit seinen Freunden Klaus Gerecht und Alexander Poscher gelandet und zeigte drei Maschinen des russischen Typs Jakowlew Jak. "Diese Maschinen setzte man in Russland zum Training für Jetpiloten ein", erzählte Werner Mandel. Während die Maschinen seiner Freunde in Ungarn und Polen zugelassen wurden, hat sein Flugzeug eine deutsche Kennung. "Die Maschine wurde nur 62-mal gebaut. Zehn davon waren in der DDR stationiert. Von ihnen sind heute nur noch drei erhalten", erklärte Werner Mandel seinen Flieger. Seit 38 Jahren geht er regelmäßig in die Luft und nahm auch schon an Kunstflugmeisterschaften teil. Seine und die beiden anderen Maschinen sind am Flugplatz Grefrath-Niershorst stationiert.

Obwohl sie gestern gar nicht startete, sondern nur auf dem Vorfeld des Flughafens stand, war die JU 52 der heimliche Star des Oldtimertags. So kamen ihr die vielen Besucher so nahe wie sonst nie. Für den Fly in war das Vorfeld nämlich für die Gäste geöffnet. Sie konnten die Maschinen aus wenigen Metern Entfernung bestaunen. Zu sehen gab es auch zwei Pilatus, Trainingsflugzeuge der Schweizer Luftwaffe. Bevor sie landeten, rasten sie im Tiefflug über die Besucher hinweg und hinterließen breite weiße Streifen in der Luft. Ihren Formationsflug setzten sie fort, bis sie zum Greifen nah zum Stillstand kamen. Sehenswert waren auch die Doppeldecker. Bereits bekannt bei vielen ist die Casa Bücker, die schon mehrfach zum Fly in kam. Aber auch eine Pitts S2B, ein sehr kompakter Doppeldecker, faszinierte die Gäste.

"Es ist toll, dass zum Abschluss noch einmal so viele Maschinen gekommen sind", freute sich Ruth Witteler-Koch. Viele, die gestern kamen, waren auch bei der Eröffnung des Hugo-Junkers-Hangars dabei. Neben den alten Flugzeugen konnten die Besucher auch die Location besichtigen. Die kleine Ausstellung über die JU 52 und ihren Erfinder Hugo Junkers schien die Flugzeugfans beinahe magisch anzuziehen. Wer den Hangar verlies, fand davor einige Oldtimer-Autos. "Im kommenden Jahr möchten wir die Kombination mit den Autos intensivieren", kündigte Witteler-Koch an. Den nächsten Fly in gibt es im Mai.

Quelle: RP
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