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Mönchengladbach
Im Nordpark: Pokémon Go, neue Mitarbeiter Come

Mönchengladbach: Im Nordpark: Pokémon Go, neue Mitarbeiter Come
Ihr Pokémon-Spieler, kommet: Mit einem durchaus als pfiffig zu bezeichnenden Marketing-Kniff lockte das Call-Center-Unternehmen gestern Spieler in den Nordpark. Weitere Aktionen sollen folgen. FOTO: Ilgner Detlef
Mönchengladbach. Bei bewölktem Wetter stehen einige Mitarbeiter des Call-Center-Unternehmens Teleperformance vor der Eingangstür und malen mit bunter Kreide so genannte Pokémon und Pfeile auf den nassen Boden. Diese sollen darauf hinweisen, dass hier im Nordpark gute Fänge zu machen sind - für all jene, die auf dem Handy "Pokémon Go" spielen, das Massenphänomen, für das in Düsseldorf schon Brücken für den Autoverkehr geschlossen wurden. Aus Sicherheitsgründen - weil sich dort so viele in ihr Smartphone vertiefte Menschen befinden. Von Bent Langner & Jan Schnettler

"Als Firma unterstützen wir es, wenn die Mitarbeiter in den Pausen rausgehen und sich bewegen", sagt Personalerin Jessica Randau. Rund die Hälfte der Belegschaft spiele Pokémon Go, ein Mitarbeiter habe in seiner Freizeit dabei schon 150 Kilometer zurückgelegt - dabei ist das Spiel erst zwei Wochen auf dem Markt. Ein anderer, Niklas Haja, freut sich wie Bolle, dass er, der mit Pokémon-Spielkarten und der alten Gameboy-Version aufwuchs, nun in der "echten Welt" auf Monsterjagd gehen kann. Doch Teleperformance hat Gladbachs Spielbegeisterte noch aus einem anderen Grund via Facebook zum Borussia-Park gelockt - nämlich mit dem Hintergedanken, dabei eventuell neue Mitarbeiter zu rekrutieren. "Wer technik-affin genug ist, ist vielleicht auch geeignet, bei uns im Smartphone-Support zu arbeiten", sagt Randau.

Die skurrilsten Pokémon-Go-Vorfälle in NRW FOTO: Laura Ihme

Teleperformance, das für einen US-Technologiekonzern den Kundendienst macht, hat seit dem Start im Mai bereits 100 Mitarbeiter eingestellt, 400 sollen es einst werden. Rund ums Stadion befinden sich etliche "Pokéstops" - Orte, an denen Spieler virtuelle Gegenstände erhalten, die etwa genutzt werden, um die digitalen Monster einzufangen. An diese lassen sich darüber hinaus - kostenpflichtig - "Lockmodule" anschließen, die Pokémon anlocken. Ein solches hat Teleperformance im Nordpark bereitgestellt. Wetterbedingt läuft die Monsterjagd an diesem Morgen aber eher schleppend an. Nur an einer "Kampfarena" vor dem Osteingang des Stadions knubbelt es sich etwas. Andere kämpfen hingegen mit dem Internetempfang - Serverprobleme.

Spiel: Pokémon Go - Alles was man wissen muss FOTO: Marcel Salven
Quelle: RP
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