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Mönchengladbach
Katholikenrat fordert Fakten beim Arbeitslosenzentrum

Mönchengladbach. Der Katholikenrat der Bistumsregion Mönchengladbach hat Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners in einem offenen Brief dazu aufgefordert, in der Frage um den zukünftigen Standort des Arbeitslosenzentrums konkrete Vorschläge zu machen. "Sehr geehrter Herr Reiners, tragen Sie aktiv dazu bei, eine Lösung zu finden", heißt es in dem von Hans-Peter Katz für den Vorstand des Katholikenrats unterschriebenen Briefs wörtlich. Bisher nämlich sei in dieser Angelegenheit vonseiten des OB nichts Konstruktives zu hören gewesen.

"Im Verlauf der Jahre hat sich das Arbeitslosenzentrum auf der Lüpertzender Straße bedarfsgerecht einen Standort aufgebaut, der von den Betroffenen sehr gut angenommen wird. Das Arbeitslosenzentrum leistet in der Innenstadt einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben der Bevölkerung", schreibt Katz. "Es spricht mit seinen Angeboten eine Zielgruppe an, die sonst am Rand der Gesellschaft steht. Diese vom Bistum Aachen unterstützte Arbeit ist öffentlich anerkannt und wird vielfach im Land NRW gelobt." Ein Projekt wie das Arbeitslosenzentrum benötige in einer sich entwickelnden Stadt Rückhalt, "auch den des Oberbürgermeisters". Das gelte in besonderem Maße in Gladbach, als "Heimat des sozialen und politischen Katholizismus, der sich für die sozial Schwächeren in unserer Gesellschaft einsetzt". Dessen bekanntester neuzeitlicher Verfechter sei Edmund Erlemann gewesen, nach dem Reiners am 24. September den Platz an der Citykirche benennt. "Soll die Würdigung dieser herausragenden Persönlichkeit nur aus sozialromantischen Gründen stattfinden? Oder ist die Würdigung ehrlich gemeint, weil man die von Edmund Erlemann formulierten Maßstäbe ernst nimmt? Dann muss sich Ihr Handeln in der Sozialpolitik und damit auch in Sachen Arbeitslosenzentrum an den Maßstäben Erlemanns messen lassen", heißt es im Brief weiter.

Dem Arbeitslosenzentrum müsse eine Zukunftsplanung ermöglicht werden, damit es seine Leistungen auch künftig in der Stadtmitte erbringen kann, die "vielleicht in der öffentlichen Wahrnehmung nicht so schillernd sind wie die repräsentativen", so Katz weiter.

(tler)
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