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Mönchengladbach
Kürbisse sind der neue Küchen-Trend

Mönchengladbach: Kürbisse sind der neue Küchen-Trend
Sabine Lingen verkauft rund 80 Sorten des bunten Gemüses. Für ihre Rezepte (rechts) eignen sich unter anderem die Bischofsmütze, der Spaghetti-Kürbis und der Hokkaido (rechts, von oben). FOTO: Detlef ilgner
Mönchengladbach. TV-Köche haben das bunte Gemüse als Herbst-Gericht etabliert. Die Winkelner Landwirtin Sabine Lingen gibt Tipps für die Zubereitung. Von Tim Specks

Orange. Wohin man blickt - Orange. Wer über den Hof des Bauernladens Lingen in Winkeln geht, der fühlt sich schnell, als stünde er inmitten des Fanblocks der holländischen Nationalmannschaft. Hunderte Kürbisse sind dort aufgetürmt. Nicht alle der 80 Sorten, die die Lingens verkaufen, sind freilich so orange und nahezu rund, wie man das von einem klassischen Kürbis erwartet. Manche sind gelb und länglich, andere grün und beinahe eckig, sogar weiße Exemplare finden sich. Die meisten werden in diesem Herbst als Dekoration in Gladbacher Wohnzimmern und Gärten stehen. Manche von ihnen aber landen auch im Kochtopf: Kürbisse erobern derzeit als Herbstgericht in allen erdenklichen Formen die Küchen von Hobby-Köchen.

"Früher waren Kürbisse fast ausschließlich Dekoration, lediglich während des Kriegs oder bei armen Leuten kamen sie auf den Tisch", sagt Hof-Betreiberin Lingen. Das aber habe sich mittlerweile radikal geändert. "In fast allen Kochsendungen werden Kürbis-Rezepte gekocht. Das hat die Zuschauer auf den Geschmack gebracht."

Bis das Fruchtfleisch allerdings verarbeitet werden kann, liegt viel Arbeit vor den Köchen. Die Schale vieler Kürbisse ist so fest, dass sie mit bloßer Muskelkraft kaum zu durchbrechen ist. Sabine Lingens Tipp: "Man kann die Kürbisse kurz im Backofen oder der Mikrowelle aufwärmen, dann wird die Schale weich." Ansonsten gelte: Die besten Werkzeuge sind ein scharfes Messer - und Geduld.

Ist die Schale durchbrochen, sind der Kreativität beim Kochen keine Grenzen gesetzt. Der Spaghetti-Kürbis etwa lässt sich im Ganzen kochen. "Das Fruchtfleisch zieht Fäden und erinnert an Nudeln - daher auch der Name." Die "Kübis-Nudeln" können in der Pfanne etwa mit Garnelen angebraten werden. Die Bischofsmütze wiederum lasse sich einfach köpfen, ausnehmen und mit Hackfleisch vermengt im Backofen überbacken.

Vor dem Zubereiten empfiehlt es sich allerdings genau darauf zu achten, welchen Eigengeschmack ein Kürbis mit sich bringt. "Ein Muskatkürbis schmeckt leicht nussig, ein Halloween-Kürbis hingegen hat kaum Eigengeschmack", erklärt Lingen. Trotzdem könne man mit Gewürzen wie etwa Zimt noch eine Suppe aus dem Fruchtfleisch zaubern, wenn man den Kürbis zu Dekorationszwecken ausgehöhlt habe - so wird das Innere des Kürbis nicht verschwendet.

Quelle: RP
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