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Mönchengladbach
Wo die Kirchenmusik äußerst lebendig ist

Mönchengladbach. Der neue Flyer der Pfarre St. Vitus liegt vor. Auf 14 Seiten ist das Programm für die kommenden fünf Monate abgedruckt. Da gibt es viele musikalische Leckerbissen zu entdecken. So etwa ein Konzert mit zwei Uraufführungen am 8. Oktober. Von Inge Schnettler

Marktmusik an allen Samstagen, etliche Konzerte und andere Veranstaltungen, fast 50 musikalisch gestaltete Messen und Hochämter. Dazu Woche für Woche jede Menge Probentermine. Die Kirchenmusik spielt in der Pfarre Sankt Vitus eine schöne und entscheidende Rolle. Der aktuelle Flyer, gültig ab 1. Oktober 2016 bis Ende Februar 2017, bietet den beeindruckenden Überblick. Er liegt ab sofort in den Pfarren, Kirchen und öffentlichen Gebäuden in Mönchengladbach, Korschenbroich und Erkelenz aus. Alle Achtung, da ist tatsächlich einiges los. Und all das muss vorbereitet, terminiert, einstudiert und durchgeführt werden - maßgeblich von Heinz-Josef Clemens und Klaus Paulsen. "Wir bringen es tatsächlich insgesamt auf etwa 100 Veranstaltungen im Jahr", sagen die beiden Kirchenmusiker.

Ein ganz besonderer Leckerbissen steht bevor. Am Montag, 8. Oktober, wird ein Orgel- und Gesangskonzert in der Franziskanerkirche St. Barbara geboten - mit Heinz-Josef Clemens und Klaus Paulsen an der Orgel und Gesang von Larissa Starozhilowa-Clemens. Die beiden Organisten werden Werke von Lucchinetti, Hesse und anderen vierhändig spielen. "Wir werden verschmelzen", sagt Klaus Paulsen. Sind sie eigentlich sowieso schon, immerhin kennen sich die beide seit 40 Jahren. Danach folgt die Uraufführung einer Komposition von Widmar Hader.

Heinz-Josef Clemens hat Hader 1990 kennengelernt. "Er gab mir ein Orgelwerk mit, das ich aber, ehrlich gesagt, nie gespielt habe", sagt Clemens. Aber anlässlich der Vorbereitungen für die Franziskuswoche fragte er bei dem Komponisten nach, ob er nicht etwas zum Franziskus hätte. Hatte er. "Der heilige Franz" heißt es - und ist ein bisschen kurz. "Deshalb haben wir ein umbrisches Lied dazugenommen." Den Text schickte er an Hader, und der vertonte es. So gibt es also tatsächlich an dem Abend in St. Barbara zwei Uraufführungen. Das Lied ist herzergreifend. In der ersten Strophe sagt Franziskus zu Jesus: "Ich liebe die Sonne und die Sterne, ich liebe Klara und die Schwestern, ich liebe das Herz der Menschen und alle schönen Dinge, mein Herr, du sollst mir verzeihen, denn nur dich sollte ich lieben!"

Widmar Hader hatte übrigens vorweg nach dem Klang und der Farbe von Larissa Starozhilowa-Clemens' Stimme gefragt. "Dann hat er die Musik speziell auf sie abgestimmt."

Quelle: RP
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