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Mönchengladbach
Modellbahner gehen ins Jubiläumsjahr

Mönchengladbach. Der Club der LGB-Freunde Rhein/ Sieg wird im Juni 30 Jahre alt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Bei den Frühjahrsfahrtagen verrieten die Modelleisenbahner, welche Planungen es gibt. Mottos sorgen für mehr Abwechslung. Von Christian Lingen

Ratternd und schnaubend fährt eine Modelleisenbahn an Klaus Friedrich vorbei. Der 79-Jährige steht neben der riesigen Anlage der LGB-Freunde Rhein/Sieg und schaut der Bahn hinterher. Ein Lächeln zieht sich über das Gesicht des passionierten Modellbauers. Die weite Anreise aus Siegen hat sich wieder einmal gelohnt. Friedrich gehört zu den ersten Mitgliedern des Vereins, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. "Es wird ein ganz besonderes Jahr für uns. Wir werden kaum zur Ruhe kommen und haben viel vor", sagt Günter Schippers. Er ist der Chefeisenbahner der LGB-Freunde und freut sich besonders auf den Juni. Dann wird es einen großen Festakt und zwei Jubiläumsfahrtage geben. Neben politischer Prominenz haben sich Vertreter der großen deutschen Modellbahnhersteller angesagt.

"Wir erwarten zum Jubiläum neben den Aktiven auch rund 120 ehemalige Mitglieder", sagt Schippers. Auf diese Zahl kommt der Verein, weil er der größte seiner Art in ganz Deutschland ist. Der Bekanntheitsgrad ist entsprechend hoch. Deshalb kommen zum Fest am 20. und 21. Juni auch Vertreter von Märklin und Lehmann, der Erfinderfirma der LGB-Bahnen im Maßstab 1:22,5. "Sie ist inzwischen von Märklin aufgekauft worden", erzählt Günter Schippers, der die Entwicklungen auf dem Modellbaumarkt genau beobachtet. "Der Oberbürgermeister hat gesagt, dass er gerne zu uns kommen würde, weil er sich für unsere Anlage interessiert. An dem Tag hat er aber noch viele andere Termine und weiß daher noch nicht, ob er wirklich die Zeit findet", sagt Schippers. Vertreter der Ratsparteien werden aber auf jeden Fall dabei sein. Bei den Jubiläumsfahrtagen werden besondere Bahnen zu sehen sein. Außerdem kommt eine Gastanlage.

Neben dem Jubiläum steht ein weiterer Höhepunkt an. "Wir nehmen an den Märklintagen teil. Wenn alles klappt, dürfen wir dort unsere gesamte Anlage aufbauen. Sie ist dann 50 Meter lang", freut sich Schippers. Ende des Jahres reist die Anlage schließlich zu einer Ausstellung nach Ulm. Weil es ein besonderes Jahr wird, gibt es auch eine Neuerung. "Unsere Fahrtage stehen jetzt immer unter einem Motto", sagt Günter Schippers. So wird für mehr Abwechslung und ständig andere Züge und Bahnen gesorgt. Mal gibt es Schweizer Bahnen, mal Dampflokomotiven und mal verschiedene Spurbreiten.

Während am Gebäude die Renovierungsarbeiten bald abgeschlossen sein sollen, wird im Keller kräftig gewerkelt. Dort entsteht eine Berglandschaft. "Im Moment sehen unsere Gäste kaum Fortschritt. Gearbeitet wird vor allem an den Verkabelungen unter der Anlage", sagt Günter Schippers. Das nächste Mal geöffnet hat die Modelleisenbahn am 1. und 2. Mai. Dann stehen die Sommerfahrtage an, Besucher können die Anlage besichtigen.

Quelle: RP
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